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27.06.2011

15:16 Uhr

Frankreich

Eine Milliarde für neue AKWs

In Deutschland stehen die Atommeiler vor dem Aus – in Frankreich plant man die nächste Generation. Und das mit großem finanziellem Aufwand.

Einer der ersten Europäischen Druckwasserreaktoren (EPR) entsteht im französischen Flamanville.  Quelle: Reuters

Einer der ersten Europäischen Druckwasserreaktoren (EPR) entsteht im französischen Flamanville. 

Paris Deutschland steigt aus der „Übergangstechnologie“ Kernkraft aus - Frankreich investiert in die „Atomkraft der Zukunft“. Mindestens eine Milliarde Euro werde in die Förderung der Atomindustrie fließen, kündigte Präsident Nicolas Sarkozy am Montag in Paris an. Damit solle die Entwicklung von Atomreaktoren der vierten Generation finanziert werden. „Zudem werden wir beträchtliche Mittel zur Verfügung stellen, um die Sicherheit der Atomkraftwerke zu verbessern“, sagte er.

„Frankreich hat bereits einen großen Vorsprung auf dem Gebiet“, sagte Sarkozy. Dass die französische Atomindustrie in jüngster Vergangenheit Ausschreibungen verloren habe, liege vor allem daran, dass ihre Reaktoren besonders sicher und deswegen teurer seien. Frankreich bietet den von Areva und Siemens entwickelten Europäischen Druckwasserreaktor (EPR) an. Von diesem Reaktor der dritten Generation ist noch kein einziger in Betrieb; erste EPR-Kraftwerke sind in Finnland und Frankreich im Bau.

In erneuerbare Energien will Frankreich 1,3 Milliarden Euro investieren, unter anderem in die Entwicklung von Offshore-Windkraftanlagen. „Wir brauchen uns nicht von einer Form von Energieproduktion zu verabschieden, wir entwickeln alle zusammen“, sagte Sarkozy.

Ein Ausstieg aus der Atomkraft sei für Frankreich undenkbar, bekräftigte Sarkozy. Atomkraft sei saubere Energie, weil sie kaum klimaschädliche Treibhausgase produziere, und Frankreich sichere sich auf diese Weise seine Energie-Unabhängigkeit.

Die Finanzzusagen sind Teil eines bereits Ende 2009 angekündigten Investitionsprogramms über 35 Milliarden Euro, das über eine Staatsanleihe finanziert werden soll. Die französische Regierung geht davon aus, dass das Programm weitere private Investitionen in Höhe von 25 Milliarden nach sich zieht.

Gerade in der Krise müsse in Zukunftsprojekte investiert werden, insbesondere in Forschung und Bildung, sagte Sarkozy. Bis Ende 2011 würden bereits 20 Milliarden aus dem Programm investiert werden.

Von

dpa

Kommentare (4)

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heinzi

27.06.2011, 16:04 Uhr

Wie bekloppt sind die Deutschen?!

zihein

27.06.2011, 16:15 Uhr

"Wie bekloppt sind die Deutschen?!"
Herrn Trittin fragen:-))
die D/F Freundschaft und Partnerschaft geht somit zu Ende.

werneremil

27.06.2011, 17:09 Uhr

unsere grossen franzoesischen freunde sind doch spitze.sie haben viel geld fuer AKW'S.WIR WOLLEN UNSERE lieber heute als morgen los werden.gebt ihnen alle unsere zum sonderpreis und die betreiber als sichere kanidaten fuer das naechste thschernobyl,fukushima und den naechsten gau dazu.sarkozy ist doch ein echter schatz.warum weiss das nur bruni und nicht merkel???

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