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09.02.2015

13:29 Uhr

Frankreich

Kalaschnikow-Angriff auf Polizisten in Marseille

In Marseille ist ein Polizeiwagen beschossen worden. Zur gleichen Zeit hielt sich Ministerpräsident Valls in der Stadt auf. Die Tat soll nach ersten Erkenntnissen in Verbindung mit der Drogenkriminalität stehen.

Marseille

Vermummte schießen mit Kalaschnikows auf Polizei

Marseille: Vermummte schießen mit Kalaschnikows auf Polizei

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ParisIn Marseille haben Vermummte am Montag mit Kalaschnikow-Gewehren auf einen Polizeiwagen geschossen. Die Tat stehe vermutlich im Zusammenhang mit der Drogenkriminalität in der Region, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin der Hafenstadt, Caroline Pozmentier. Über Verletzte bei dem Zwischenfall im Norden der Metropole wurde zunächst nichts bekannt. Elite-Polizisten waren auf dem Weg zum Tatort, sagte ein Polizeivertreter. Einsatzkräfte riegelten die Zufahrtstraßen in den Bezirk La Castellane ab. Die rund 7000 Einwohner wurden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen.

Pozmentier sagte, dass eine Schule geräumt worden sei. „Dieser Kampf gegen den Drogenhandel ist ein langer Kampf“, ergänzte sie. Zum Zeitpunkt der Tat hielt sich auch Ministerpräsident Manuel Valls in Marseille auf. Auf seiner Agenda standen unter anderem Gespräche über den Rückgang der Kriminalitätsrate in Frankreichs zweitgrößter Stadt.

Zahlen und Fakten zu Frankreich

Hauptstadt

Paris

Staatspräsident

François Hollande, seit Mai 2012.

Einwohner

63,4 Millionen Menschen leben in Frankreich. Mit Übersee-Departements sind es 65,3 Millionen.

Fläche

543 965 km², 632 934 km² mit Übersee-Departements

Religion

Katholiken (83-88 Prozent), Muslime (5-10 Prozent), Protestanten (2 Prozent), Juden (1 Prozent).

Lebenserwartung im Durchschnitt

Frauen: 85,1 Jahre, Männer: 78,4

Bevölkerung unter 25 Jahre

30,8 Prozent

Jugendarbeitslosigkeit

26,5 Prozent (April 2013)

Internetnutzer

Je 100 Einwohner: etwa 80

In Frankreich herrschen seit den islamistisch motivierten Angriffen auf die Satirezeitung „Charlie Hebdo“ und einen jüdischen Supermarkt in Paris verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Bei den Anschlägen waren Anfang Januar 17 Menschen getötet worden. Auch die drei Attentäter kamen um.

Vor einer Woche hatte ein 30-Jähriger zwei Soldaten in Nizza mit einem Messer angegriffen und leicht verletzt. Die Soldaten sollten eine jüdische Einrichtung schützen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Teito Klein

09.02.2015, 16:42 Uhr

Waren es Drogenkriminelle oder doch Islamisten?
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Man "vermutet bisher" dass es aus dem Drogenmilieu kommt.
Aber wie war das mit Charlie Hebdo und den jüdischen Supermarkt?
Da sind die Terroristen auch am hellichten Tag mit der Kalaschnikow in die Redaktion eingedrungen.

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