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03.01.2017

14:49 Uhr

Frankreich

Le Pen fehlen sechs Millionen Euro

Ausgerechnet Marine Le Pen, die im Wahlkampf eine radikale Position gegen Ausländer und Europa vertritt, muss sich ihre Geldgeber nun außerhalb Frankreichs suchen. Sie hat sich auch an russische Banken gewandt.

Sechs Millionen Euro fehlen Le Pen und ihrer Partei „Front National“ für den laufenden Wahlkampf. Da sie von französischen Banken kein Geld bekommt, muss sich Marine Le Pen nun im verhassten Europäischen Ausland nach Geldgebern umschauen. Reuters

Rechtspopulistin mit Geldproblemen

Sechs Millionen Euro fehlen Le Pen und ihrer Partei „Front National“ für den laufenden Wahlkampf. Da sie von französischen Banken kein Geld bekommt, muss sich Marine Le Pen nun im verhassten Europäischen Ausland nach Geldgebern umschauen.

ParisDer französischen Rechtspopulistin Marine Le Pen fehlen noch sechs Millionen Euro für ihre Wahlkampagne. Da französische Banken ihre Kampagne für die Präsidentenwahl im April und Mai nicht finanzieren wollten, habe sie sich an ausländische Geldhäuser gewandt, auch an russische. Das sagte die Chefin der rechtsextremen Front National (FN) am Dienstag dem französischen Nachrichtensender BFMTV.

„Es fehlen sechs Millionen Euro“, resümierte die Europa-Abgeordnete. Über die Finanzierung der FN, die radikale Positionen gegen Ausländer und Europa vertritt, war in den vergangenen Wochen immer wieder spekuliert worden.

Der Schatzmeister der Partei, Wallerand de Saint-Just, dementierte bereits vor Weihnachten Informationen des Enthüllungsblattes „Le Canard enchainé“, wonach die FN ein neues russisches Darlehen von rund 28 Millionen Euro erhalten habe, um die künftigen Wahlen zu finanzieren.

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Le Pen ist Kandidatin ihrer Partei für die Präsidentenwahl und hat laut Umfragen gute Chancen, in die entscheidende Stichwahl im Mai zu gelangen.

Le Pen hatte nach früheren Medieninformationen bereits bestätigt, dass sie ein Darlehen von sechs Millionen Euro von einer sogenannten Mikropartei ihres Vaters Jean-Marie Le Pen bekommen habe. Dieser war zwar aus der Partei ausgeschlossen worden, darf aber nach einer Gerichtsentscheidung Ehrenpräsident der vom ihm gegründeten FN bleiben.

Von

dpa

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