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12.08.2012

11:45 Uhr

Frankreich

Paris will Fraunhofer nacheifern

VonThomas Hanke

Der französische Staat will mit unternehmensnahen Forschungszentren die Industrie stärken. Es wird Jahre dauern, bis das Mammutprojekt Ergebnisse liefert, denn Innovationen wurden in Frankreich lange vernachlässigt.

Airbus A 380: Leichtbau mit neuen Materialien wie Karbonfasern ist eines der Forschungsthemen. ap

Airbus A 380: Leichtbau mit neuen Materialien wie Karbonfasern ist eines der Forschungsthemen.

ParisFrankreichs Industrie schrumpft: Ihr Anteil an der Wirtschaftsleistung ist in den vergangenen zehn Jahren um fünf Prozentpunkte gesunken. Besonders die kleinen und mittleren Unternehmen sind zu wenig innovativ. Abhilfe sollen neue Forschungszentren schaffen, die sich am Beispiel der deutschen Fraunhofer Institute orientieren.

Die Fraunhofer Gesellschaft in Deutschland mit ihren 20.000 Mitarbeitern betreibt anwendungsorientierte Forschung: In enger Zusammenarbeit mit der Industrie entwickelt sie Produkte und Herstellungsverfahren. Sie gilt als einer der wichtigsten Treiber von Deutschlands Exporterfolgen. Frankreich verfügt bislang über nichts Vergleichbares.

In einem ersten Schritt werden nun acht „Institute für technologische Forschung“ (IRT) geschaffen. Das „IRT Jules Verne“ in Nantes - hier wurde der technikbegeisterte Schriftsteller geboren - rekrutiert seit drei Monaten unter der Leitung von Stéphane Cassereau sein Personal.

„Das Ansehen der Industrie hat in den vergangenen 15 Jahren extrem gelitten, das ist eines unserer Probleme“, bedauert Cassereau, der die „Ecole des Mines“ absolviert hat. „Gut ausgebildete Jugendliche wollen nicht mehr in der Industrie arbeiten, sondern im Finanzsektor, wo sie mindestens 15 Prozent mehr verdienen.“

Cassereau hat erreicht, dass das Forschungszentrum weitestgehend unabhängig vom Staat arbeiten kann. Der sichert die Hälfte der Finanzierung - 350 Millionen Euro für zehn Jahre -, nimmt aber keinen Einfluss auf die Arbeit.

Kommentare (3)

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Analyst

12.08.2012, 12:00 Uhr

+++Beitrag von der Redaktion gelöscht+++

malvin

12.08.2012, 15:49 Uhr

@Analyst: Unter aller Kanone

nasowas

12.08.2012, 15:54 Uhr

"...denn Innovationen wurden in Frankreich lange vernachlässigt..."
______________________________________________________

Ja wo denn nicht?
Und überhaupt: dieses Innovations(Erneuerungs-)geschwefel geht einem langsam aber sich auf die Testikeln: Neues will doch gar keiner: zu unsicher, zu doof.

+++ Beitrag von der Redaktion editiert+++

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