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08.12.2014

07:57 Uhr

Frankreich

Paris will Shopping-Touristen nicht verlieren

Die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage könnte von jährlich fünf auf zwölf steigen, Touristenhochburgen wie Paris sollen so Besucher anlocken. Die Regierung stößt mit ihren Ideen aber vermutlich auf Widerstand.

Es könne nicht hingenommen werden, dass Besucher „sonntags lieber in London shoppen gehen“, so der französische Premierminister Manuel Valls. AFP

Es könne nicht hingenommen werden, dass Besucher „sonntags lieber in London shoppen gehen“, so der französische Premierminister Manuel Valls.

ParisDie französische Regierung will die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage erhöhen. Premierminister Manuel Valls bestätigte am Sonntagabend Pläne des Wirtschaftsministeriums, wonach eine Erhöhung von bislang fünf auf zwölf Sonntage im Jahr angepeilt wird.

Geplant sei, den jeweiligen Stadtverwaltungen zu gestatten, die Öffnungszeiten zu erlauben, sagte Valls dem Sender France 2. Der Gesetzentwurf soll am Mittwoch im Kabinett diskutiert werden. In Touristenhochburgen soll es noch weitere Gesetzeserleichterungen geben.

Paris laufe Gefahr, Touristen zu verlieren, sagte Valls zur Begründung im französischen Fernsehen. Es könne nicht hingenommen werden, dass Besucher „sonntags lieber in London shoppen gehen“. Vor dem Hintergrund, dass mit erweiterten Öffnungszeiten mehr Jobs und ein wirtschaftlicher Schub verbunden seien, halte er die Pläne für die „richtige Richtung“.

Allerdings dürften die Ideen auf Widerstand von Seiten der Opposition, aber auch der Kirche und der Gewerkschaften stoßen. Eine vor wenigen Tagen veröffentlichte Studie ergab indes, dass sich zwar 62 Prozent der Befragten offene Läden am Sonntag wünschen – allerdings wären 60 Prozent nur ungern bereit, an diesem Tag zu arbeiten.

Von

afp

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