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14.02.2017

13:28 Uhr

Frankreich

Russland bestreitet Einmischung in Wahlkampf

Nach den USA nun Frankreich: Die Partei von Emmanuel Macron, französischer Präsidentschaftskandidat, bezichtigte Russland der Beeinflussung des Wahlkampfs. Dies sei absurd, sagt nun ein Kreml-Sprecher.

Die Partei von Emmanuel Macron (rechts) wirft russischen Medien falsche Berichtserstattung vor – allen voran ihr Generalsekretär Richard Ferrand (links). Reuters, Sascha Rheker

En Marche

Die Partei von Emmanuel Macron (rechts) wirft russischen Medien falsche Berichtserstattung vor – allen voran ihr Generalsekretär Richard Ferrand (links).

MoskauRussland hat eine Einmischung per Staatsmedien und Cyber-Attacken in den französischen Präsidentschaftswahlkampf bestritten. Dies sei absurd, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag. „Wir hatten und haben nicht die Absicht, uns in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einzumischen – schon gar nicht in Wahlen.“ Es gebe offensichtlich in einigen Ländern eine hysterische Kampagne gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Nach Angaben der Partei „En Marche“ des französischen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron ist dieser Ziel russischer Falschmeldungen. Staatlich kontrollierte Medien verbreiteten falsche Berichte, um Stimmung gegen den europafreundlichen Macron zu machen, hatte Generalsekretär Richard Ferrand am Montag gesagt. Zudem habe es Hunderte oder gar Tausende Angriffe auf das Computersystem des Wahlkampfteams gegeben, die von Russland aus gesteuert worden seien. Macron sei ein russisches Ziel, da er für ein geeintes und starkes Europa stehe, das auch Russland die Stirn bieten könne. Macron ist Umfragen zufolge Favorit für die Stichwahl im Mai.

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Gezielte Falschmeldungen aus Russland über Emmanuel Macron sollen den französischen Präsidentschaftskandidat belasten. Immerhin steht Macron für ein vereintes und starkes Europa, das auch Russland Kontra geben würde.

Ferrand hatte besonders den Sender Russia Today und die Agentur Sputnik kritisiert. Er verwies auch auf die USA, wo Geheimdienste von einer gezielten Einflussnahme Russlands zugunsten Donald Trumps berichteten. Russland hat auch diese Vorwürfe zurückgewiesen.

Wichtigste Rivalen Macrons sind der Konservative François Fillon und die Rechtsextreme Marine Le Pen. Le Pen wird Umfragen zufolge zwar im ersten Wahlgang die meisten Stimmen auf sich vereinen, die absolute Mehrheit aber verfehlen. In einer Stichwahl würde Macron den Erhebungen zufolge dann aber deutlich gewinnen. Le Pen hat sich für bessere Beziehungen zu Russland ausgesprochen.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Frau Annette Bollmohr

14.02.2017, 16:30 Uhr

Die Strategie von Russland, Syrien und Konsorten ist eigentlich äußerst simpel:

Machen und dann dementieren.

Herr Tomas Maidan

14.02.2017, 17:59 Uhr

Russland betreibt einen aktiven kalten krieg gegen den Westen. Niemand sollte Russland glauben schenken. Die agressive Politik ist bestens belegt. Russland will le Pen an die MAcht bringen. Austritt aus der <eu. Und Zerstörung der NATO sind die Ziele.

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