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31.01.2017

14:15 Uhr

Frankreich

Sozialisten versagen Hamon ihre Unterstützung

Es ist vor allem der rechte Flügel der französischen Sozialisten, der dem Präsidentschaftskandidaten Benoit Hamon seine Unterstützung verweigert. Auch der französische Finanzminister Michel Sapin hat Bedenken.

Umfragen zufolge hat der Kandidat der Sozialisten kaum Chancen, die erste Runde der Präsidentenwahl zu überstehen, bei einer Spaltung der Partei würde dies noch unwahrscheinlicher. AP

Der sozialistische Präsidentschaftskandidat Benoit Hamon

Umfragen zufolge hat der Kandidat der Sozialisten kaum Chancen, die erste Runde der Präsidentenwahl zu überstehen, bei einer Spaltung der Partei würde dies noch unwahrscheinlicher.

ParisDer Präsidentschaftskandidat der französischen Sozialisten, Benoit Hamon, droht die Unterstützung wichtiger Gruppen seiner Partei zu verlieren. Sowohl der französische Finanzminister Michel Sapin als auch Politiker des rechten Parteiflügels kündigten am Dienstag an, dass ihnen die Positionen des Parteilinken Hamon zu radikal seien. Der frühere Bildungsminister hatte am Sonntag die Vorwahlen bei den Sozialisten gewonnen und ist nun deren Kandidat bei der Präsidentschaftswahl Ende April. Er fordert ein Grundeinkommen für alle Franzosen und kritisiert den Kurs des sozialistischen Präsidenten Francois Hollande scharf. Umfragen zufolge hat der Kandidat der Sozialisten aber kaum Chancen, die erste Runde der Präsidentenwahl zu überstehen, bei einer Spaltung der Partei würde dies noch unwahrscheinlicher.

Finanzminister Sapin forderte Hamon am Dienstag auf, moderatere Positionen einzunehmen und sich um die Einheit der Sozialisten zu bemühen. Die Politiker Christophe Caresche und Gille Savary vom rechten Parteiflügel veröffentlichten einen Artikel in „Le Monde“, in dem sie Hamon ihre Unterstützung verweigern.

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Als Favoriten bei der Präsidentschaftswahl gelten laut Umfragen die Chefin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, und der Kandidat der bürgerlichen Rechten, Francois Fillon. Gegen Fillon laufen derzeit allerdings Ermittlungen wegen Vetternwirtschaft, die seine Umfragewerte deutlich haben abstürzen lassen. Auch dem unabhängigen Kandidaten Emmanuel Macron werden Chancen eingeräumt. Er wird der politischen Mitte zugerechnet und könnte davon profitieren, wenn der rechte Flügel der Sozialisten ihn unterstützt.

Von

rtr

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