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23.04.2012

13:34 Uhr

Frankreich-Wahl

Merkel unterstützt unterlegenen Sarkozy

Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt trotz der Niederlage Sarkozys weiter auf den konservativen Amtsinhaber. Der französische Präsident war am Sonntag in erster Runde dem Sozialisten François Hollande unterlegen.

Bundeskanzlerin Merkel unterstützt Frankreichs Präsident Sarkozy. dapd

Bundeskanzlerin Merkel unterstützt Frankreichs Präsident Sarkozy.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterstützt bei der französischen Präsidentenwahl weiter den konservativen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy. Nach Angaben von Vize-Regierungssprecher Georg Streiter wird Merkel in den Wochen bis zur Stichwahl Sarkozy aber nicht mit einem Auftritt zur Seite stehen. Dies hatte die CDU-Chefin ursprünglich geplant.

Sarkozy war am Sonntag in erster Runde dem Sozialisten François Hollande unterlegen. Beide müssen am 6. Mai in die Stichwahl.

Merkel werde mit jedem anderen Präsidenten in Paris gut kooperieren, betonte der Sprecher am Montag in Berlin. Die deutsch-französische Freundschaft sei unabhängig von den handelnden Personen. Traditionell versuchen die Staatsspitzen, eng zusammenzuarbeiten.

Nach den Worten von Außenminister Guido Westerwelle (FDP) wird Deutschland auch bei einem Sieg von Hollande ein enge Zusammenarbeit suchen. Es sei gut, „dass die Stichwahl jetzt zwischen zwei ausgewiesenen demokratischen Kandidaten stattfindet, die für Europa und die deutsch-französische Freundschaft eintreten“, erklärte Westerwelle. „Deutschland wird mit jedem Präsidenten, den das französische Volk wählt, eine gute und enge Zusammenarbeit suchen.“

Für SPD-Chef Sigmar Gabriel hat bereits der Ausgang des ersten Wahlgangs gezeigt, wie groß der Wunsch der Franzosen nach einem politischen Wechsel sei. „Der Erfolg von Hollande ist über Frankreich hinaus ein Signal dafür, dass die Politik von Merkel und Sarkozy eben nicht alternativlos ist“, zeigte sich Gabriel überzeugt.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

23.04.2012, 14:52 Uhr

Ja, Gabi, auch in Deutschland ist der Wunsch nach einem politischen Wechsel groß. Doch damit ist nicht zwangsläufig die SPD gefragt oder gar ein französisches Ergebnis.

Account gelöscht!

23.04.2012, 14:53 Uhr

Sie dürfte damit richtig liegen. Die Stichwahl wird sicherlich Sarkozy für sich entscheiden. Die LePen Anhänger werden wohl eher ihn wählen.

Mazi

23.04.2012, 18:09 Uhr

Jetzt hat er endlich die Nase vorn. Merkel wird ihm alsbald folgen (müssen).

Man schaue sich die jeweilige Verschuldung der Länder vor deren Amtsübernahme und aktuell an. Dann weiß jeder um die Leistung der beiden.

Ob es besser wird, darüber kann man streiten. Aber es muss jedem Verantwortlichen klar sein, was passiert. Wenn dem nicht mehr so ist, dann hat das ganze Wirtschaftssystem versagt. Viele behaupten, dass letzteres bereits eingetreten wäre. Wenn dem so wäre, wer soll uns die Hoffnung geben, da wieder heraus zu kommen. Die aktuell amtierenden Politiker bestimmt nicht.

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