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11.03.2014

16:17 Uhr

Frankreichs Präsident wird bedroht

Islamisten rufen zur Ermordung von Hollande auf

Im Internet haben Islamisten aufgerufen, den französischen Präsidenten Francois Hollande zu ermorden. Dabei gehe es um Vergeltung für Militäreinsätze in Mali und Zentralafrika. Frankreich nimmt jede Drohung ernst.

Der französische Präsident Francois Hollande wird von Islamisten bedroht. Doch das Präsidialamt sagt aus, dass es sich um kein neues Phänomen handele. AFP

Der französische Präsident Francois Hollande wird von Islamisten bedroht. Doch das Präsidialamt sagt aus, dass es sich um kein neues Phänomen handele.

Abu DhabiIslamisten haben im Internet zur Ermordung des französischen Präsidenten Francois Hollande und weiteren Angriffen auf Frankreich aufgerufen. Es gehe dabei um Vergeltung für den Militäreinsatz in Mali und der Zentralafrikanischen Republik. Wie der amerikanische Internet-Beobachtungsdienst Site am Montag weiter mitteilte, veröffentlichten die Islamisten im Internet sechs Plakate. Auf einem der zum Druck bestimmten Poster stehe: „An unsere einsamen Wölfe in Frankreich: Bringt den Präsidenten des Unglaubens und der Kriminalität um, terrorisiert seine verfluchte Regierung, bombardiert sie und lehrt sie das Fürchten als Unterstützung für die Verletzbaren in der Zentralafrikanischen Republik.“

Aus dem französischen Präsidialamt verlautete, man nehme jede Drohung ernst. Allerdings handele es sich um kein neues Phänomen. „Es gab schon Drohungen während des Mali-Einsatzes im vergangenen Jahr und sogar davor, daher haben wir bereits Vorsichtsmaßnahmen getroffen“, sagte ein Mitarbeiter des Elysee-Palasts in Paris. Die Tatsache, dass die Drohungen veröffentlicht würden, bedeute nicht zwangsläufig, dass es sich um neue Entwicklungen handle. „Manchmal sind sie gefährlicher, wenn sie nicht veröffentlicht werden.“

Hollande hatte im vergangenen Jahr Truppen in die Zentralafrikanische Republik geschickt. Die Soldaten sollen ein Auseinanderfallen des Landes stoppen und die rivalisierenden Gruppen entwaffnen. In der früheren französischen Kolonie sind Tausende Menschen von muslimischen und christlichen Milizen getötet worden. Frankreich unterstützt mit 2000 Soldaten eine 6000 Mann starke Schutztruppe der Afrikanischen Union.

Im Norden Malis hatten französische Soldaten vor einem Jahr eine Offensive gegen militante Islamisten angeführt. Seitdem gab es mehrere Entführungen und Anschläge auf französische Staatsbürger in der Region. Im November waren im Norden Malis zwei französische Journalisten entführt und getötet worden.

Von

rtr

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