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19.10.2016

14:52 Uhr

Französisch-russische Diplomatie

Russische Kathedrale nahe Eiffelturm eingeweiht

In Paris musste die Einweihungsfeier für eine neue russisch-orthodoxe Kathedrale ohne den russischen Staatspräsidenten stattfinden. Wladimir Putin hatte die Teilnahme wegen des Streits um Luftangriffe in Syrien abgesagt.

Der russische Staatspräsident schickte lediglich ein Grußwort zur Einweihung der neuen russisch-orthodoxen Kathedrale in Paris. dpa

Wladimir Putin

Der russische Staatspräsident schickte lediglich ein Grußwort zur Einweihung der neuen russisch-orthodoxen Kathedrale in Paris.

ParisIn der Nähe des Pariser Eiffelturms ist eine neue russisch-orthodoxe Kathedrale eingeweiht worden. An der Zeremonie nahm am Mittwoch der russische Kulturminister Wladimir Medinski teil. Staatspräsident Wladimir Putin hatte seinen Besuch nach der scharfen Kritik der französischen Regierung an den russischen Luftangriffen in Syrien abgesagt.

Medinski verlas ein Grußwort Putins, in dem dieser die Kathedrale als „Zeugnis der Dauerhaftigkeit der französisch-russischen Beziehungen“ bezeichnet. Der markante Bau mit fünf Zwiebelkuppeln zwischen Eiffelturm und Invalidendom ist in Frankreich umstritten. Der frühere Staatschef Nicolas Sarkozy hatte die Errichtung der Kathedrale in bester Pariser Lage im Rahmen einer Annäherung an Putin ermöglicht.

Der russische Patriarch Kyrill wird erst im Dezember zur religiösen Weihe des Gotteshauses erwartet. Der Bau auf einem 4000 Quadratmeter großen Areal am linken Seine-Ufer wurde vollständig von Russland finanziert. Die Kosten werden auf rund 170 Millionen Euro geschätzt. In dem Gebäude erhält auch die Kulturabteilung der russischen Botschaft ihren neuen Sitz. Daneben gibt es eine bilinguale französisch-russische Schule und ein Kulturzentrum.

Von

afp

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