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15.07.2016

12:20 Uhr

Französische Regierung

Leitfaden zum Verhalten bei Anschlägen

Nach dem Terror in Nizza fragen sich viele: Was tue ich, wenn ein Anschlag in meiner Nähe stattfindet? Nach den Anschlägen in Paris hat die französische Regierung Verhaltensempfehlungen veröffentlicht.

Die Ratschläge wurden überall im Land aufgehängt.

Plakat der französischen Regierung

Die Ratschläge wurden überall im Land aufgehängt.

DüsseldorfNach den Attentaten im November 2015 in Frankreich hat die französische Regierung Anleitungen zum Verhalten bei Terroranschlägen veröffentlicht. Auf einem Plakat sind die wichtigsten Empfehlungen zusammengefasst. Drei Ratschläge gibt die Regierung darin:

  1. Wenn möglich, schnell fliehen. Dabei vermeiden, offen gesehen zu werden. Hinter Mauern empfiehlt die Regierung zum Beispiel geduckt zu laufen. Anderen Personen, wenn möglich, bei der Flucht aus der Gefahrenzone helfen. Menschen in der Nähe warnen.
  2. Ist keine Flucht möglich, verstecken. Türen mit schweren Gegenständen versperren, alle Licht- und Geräuschquellen im Raum wie Monitore oder Boxen ausschalten. Nicht an Fenstern zeigen, hinter Mauern oder Stahlsäulen verstecken. Handys auf stumm schalten, Vibrationsalarm ausstellen.
  3. Wenn in Sicherheit, Notfallnummern wählen, in Frankreich sind es 17 oder 112. Nicht auf die Ordnungskräfte zulaufen und keine plötzlichen Bewegungen machen. Hände über den Kopf halten. Die Polizei weiß nicht, wer auf sie zugelaufen kommt.

Ein 12-seitiger Leitfaden, der auf Februar 2016 datiert ist, liefert weitere Details.

Attentat in Nizza – was ist passiert?

Donnerstagabend

Das Feuerwerk anlässlich des Nationalfeiertages ist gerade beendet. An der bei Touristen beliebten Promenade des Anglais herrscht reges Treiben.

23 Uhr

Langsam fährt ein großer, weißer Lastwagen zwischen Palmen entlang auf der breiten Fahrbahn.

Stopp-Versuch

Ein Motorrad holt ihn ein, fährt neben die Fahrerkabine. Der Motorradfahrer will den Lkw offenbar aufhalten, stürzt aber am Straßenrand.

Anfahrt

Mehrere Männer rennen hinter dem Lastwagen her, der immer schneller wird. Der Fahrer gibt Gas. Menschen schreien und rennen von der Straße hinunter.

Aufprall

Der Fahrer bahnt sich seinen Weg auf etwa zwei Kilometern Länge durch die Menschenmenge.

Richtungswechsel

Medienberichten zufolge ändert der Lastwagen dabei mindestens einmal die Richtung, um möglichst viele Menschen zu erfassen.

Fluchtversuche

Hunderte geraten in Panik und flüchten. Wer im Weg ist, wird umgefahren. Auch Kinder sterben.

Polizei greift ein

Die Polizisten eröffnen das Feuer auf den Lkw. Mehrere Kugeln treffen die Windschutzscheibe sowie die Fahrerseite des Führerhauses.

Tod des Attentäters

Der Fahrer stirbt. Wie es anschließend aus Polizeikreisen heißt, ist es ein 31 Jahre alter Franzose tunesischer Herkunft.

Leichenfunde

Der Lastwagenfahrer richtet ein regelrechtes Blutbad an. Menschen in der Umgebung laufen entsetzt auf die Straße und entdecken Dutzende Leichen. Auf vor Ort aufgenommenen Fotos sind Kinderwagen und Schuhe zu sehen, die die Frauen und Männer hinterließen.

Von

jut

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