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11.02.2014

02:31 Uhr

Freihandelsabkommen

Pazifik-Allianz schafft Zölle ab

Die lateinamerikanische Pazifik-Allianz hat die Schaffung einer Freihandelszone beschlossen. 92 Prozent der Güter sollen künftig zollfrei gehandelt werden können. Nur Zucker ist von dem Abkommen ausgenommen.

Die Staatsoberhäupter der Pazifik-Allianz: Der Verbund präsentiert rund 35 Prozent des gesamten Bruttoinlandsprodukts Lateinamerikas. dpa

Die Staatsoberhäupter der Pazifik-Allianz: Der Verbund präsentiert rund 35 Prozent des gesamten Bruttoinlandsprodukts Lateinamerikas.

Cartagena de IndiasDie Pazifik-Allianz hat die Abschaffung vom Zöllen für den Großteil des Handels zwischen Kolumbien, Chile, Mexiko und Peru beschlossen. Die Staatschefs der vier Mitgliedsstaaten vereinbarten am Montag bei einem Gipfeltreffen im kolumbianischen Cartagena de Indias, dass dies für 92 Prozent der ausgetauschten Produkte gelten soll.

Die restlichen acht Prozent, hauptsächlich Agrarprodukte, sollen in einer Frist von 17 Jahren stufenweise einbezogen werden, heißt es im Protokoll, das die Präsidenten Juan Manuel Santos (Kolumbien), Sebastián Piñera (Chile), Enrique Peña Nieto (Mexiko) und Ollanta Humala (Peru) unterzeichneten. Nur Zucker soll von dem Freihandelsabkommen ausgeschlossen bleiben. Der genaue Termin der Inkraftsetzung des Abkommens hängt von der Ratifizierung in den Landesparlamenten ab.

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Chile, Kolumbien, Mexiko und Peru haben ein neues Abkommen für eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit ihrer Länder unterschrieben. Auch Panama will der neuen Pazifik-Allianz bald beitreten.

Die Präsidentin Costa Ricas, Laura Chinchilla, hat ihrerseits in Cartagena einen Fahrplan zum vollen Eintritt des zentralamerikanischen Staates in die Allianz bis 2015 unterzeichnet.

2011 hatten Chile, Kolumbien, Mexiko und Peru das Pazifik-Abkommen zur engeren wirtschaftlichen Verflechtung ihrer Länder geschlossen. Die vier Länder betreiben eine liberalere Wirtschaftspolitik als die meisten anderen lateinamerikanischen Staaten. Der Verbund präsentiert rund 35 Prozent des gesamten Bruttoinlandsprodukts Lateinamerikas.

Von

dpa

Kommentare (1)

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KritischeStimme

11.02.2014, 21:07 Uhr

Teilnehmen in eine SuedAmerikanische Freihandelszone ist unkompliziert und wird viel mehr Vorteile bringen wie die der USA wovon man nur Nachteile erwarten kann.Nach NSA-Spionage-Affaire ist Freihandelsvertrag mit US naechste Waffe die auf EU angesetzt wird+EUParlamente machtlos macht,siehe trade deal=full-frontal assault on democracy.guardian.co.uk 5/11/2013 von GeorgeMonbiot.Laender die sich schon im Freihandelsvertrag befinden(Canada+Mexiko)koennen ein Lied davon singen.Wichtige wirtschaftliche EUGesetze werden ausser Kraft gesetzt.EU wird total USGrosskonzernen+USWallstreetbanken ausgeliefert.Besonders DE wird mit 92% seines Exports schwer getroffen weil USauflagen beruecksichtigt werden muessen

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