Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.02.2017

10:50 Uhr

Freihandelsabkommen

Wirtschaft hofft auf klares Signal für Ceta

Die Abstimmung zugunsten des Freihandelsabkommens Ceta wäre laut der deutschen Wirtschaft das Beste, das in Zeiten des Protektionismus passieren könnte. Das Abkommen zwischen Europa und Kanada sei ein Paradebeispiel.

EU-Abgeordnete wollen an diesem Mittwoch über das Freihandelsabkommen zwischen Europa und Kanada abstimmen. dpa

Ceta

EU-Abgeordnete wollen an diesem Mittwoch über das Freihandelsabkommen zwischen Europa und Kanada abstimmen.

BerlinDie deutsche Wirtschaft hat an das EU-Parlament appelliert, bei der Abstimmung über das Freihandelsabkommen Ceta zwischen Europa und Kanada ein Signal gegen Protektionismus zu setzen. „Es wird immer wichtiger, uns für offene Märkte einzusetzen und internationale Zusammenarbeit zu gestalten“, forderte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer. Das Abkommen eröffne neue Marktchancen und sichere zugleich europäische Standards beim Verbraucher- oder Umweltschutz. Die EU-Abgeordneten wollen an diesem Mittwoch über Ceta abstimmen.

Industrie-Präsident Dieter Kempf hatte zuvor das EU-Parlament aufgefordert: „klare Kante für Ceta zeigen“. Der BDI-Chef nannte es ein Gebot der Stunde, die Globalisierung auf Grundlage westlicher Werte zu gestalten: „Sonst bestimmen andere den Kurs.“ Gerade der angekündigte Abschottungskurs der USA unter Präsident Donald Trump gebe Anlass, faire Regeln durchzusetzen. Auch nach den Worten des DIHK-Chefs sollte die EU gerade jetzt in der Frage offener Märkte mit starken Partnern vorangehen.

Staatssekretär Matthias Machnig: „Protektionismus macht alle ärmer“

Staatssekretär Matthias Machnig

Premium „Protektionismus macht alle ärmer“

Die Ankündigungen des US-Präsidenten Donald Trump sorgen Matthias Machnig. Im Interview warnt der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium vor zu viel Protektionismus und sagt, was er von China fordert.

Das jährliche Handelsvolumen mit der EU – dem zweitwichtigsten Handelspartner Kanadas – beträgt nach Angaben des DIHK mehr als 63 Milliarden Euro, mit Deutschland allein 14 Milliarden Euro. Das Land ist nach Meinung des BDI Kritikern weit entgegengekommen.

Der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Michael Vassiliadis, nannte Ceta „ein Paradebeispiel dafür, wie ein Handelsabkommen mit Protesten und sachlicher Argumentation zum Besseren gewendet werden“ könne: „In Zeiten, in denen andere dem Protektionismus das Wort reden, setzen Europäer und Kanadier ein starkes Zeichen für fairen Handel zu beiderseitigem Vorteil.“ Dieses Handelsabkommen sei das beste, das Deutschland und die EU bisher geschlossen haben - vor allem für die Beschäftigten.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×