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11.10.2016

22:26 Uhr

Friedensgespräche

Bogota lässt Rebellenkämpfer frei

Bogotá kündigt die Freilassung von ELN-Rebellen vor Beginn der Friedensgespräche an. Die zweitgrößte Guerillagruppe Kolumbiens hat bereits erste Geiseln freigelassen. Mit der Farc gab es Ende August bereits Frieden.

Der Man, der seinem Land den Frieden bringt: Nach dem Vertrag mit der Farc will Santos auch mit den Rebellen der ELN Frieden schließen. AFP; Files; Francois Guillot

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos

Der Man, der seinem Land den Frieden bringt: Nach dem Vertrag mit der Farc will Santos auch mit den Rebellen der ELN Frieden schließen.

BogotáVor ihren Friedensverhandlungen mit der zweitgrößten Rebellengruppe ELN will die kolumbianische Regierung mehrere inhaftierte ELN-Kämpfer freilassen. Die Freigelassenen sollen ebenfalls an den Gesprächen teilnehmen und sich als Friedensförderer einsetzen, sagte der als Vermittler auftretende Erzbischof von Cali, Darío Monsalve, am Dienstag dem Radiosender Caracol. Wieviele Rebellen freikommen sollen, sagte er nicht. Nach seinen Angaben sind derzeit rund 500 ELN-Kämpfer in Kolumbien in Haft.

Nach ihrem historischen Friedensabkommen mit der größten Guerillagruppe, Farc, will die kolumbianische Regierung am 27. Oktober auch Verhandlungen mit der ELN beginnen. Diese sollen in Ecuadors Hauptstadt Quito stattfinden. Im Vorfeld der Gespräche ließ die ELN bereits drei Geiseln frei und erfüllte damit eine Vorbedingung von Präsident Juan Manuel Santos. Nach Angaben der Behörden sind nun noch zwei Geiseln in der Hand der Rebellen, diese sollen aber ebenfalls noch vor dem 27. Oktober freikommen.

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Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) hatten sich mit der Regierung Ende August nach vierjährigen Verhandlungen in Havanna auf den Friedensvertrag geeinigt. Anfang Oktober stimmten die Kolumbianer in einem Referendum jedoch mit einer hauchdünnen Mehrheit gegen das Abkommen. Santos erhielt dennoch vergangene Woche für seine Bemühungen zur Beilegung des jahrzehntealten Konflikts den Friedensnobelpreis. Er bemüht sich nun um eine Überarbeitung des Vertrags.

Von

afp

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