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02.07.2017

18:52 Uhr

Friedensmissionen

Uno kürzt Etat um 600 Millionen Dollar

Die weltweiten Blauhelm-Einsätze sollen Frieden sichern und in Krisen stabilisieren. Doch nach Druck aus Washington wird das Budget zum Peacekeeping bei der Uno gekürzt. Die Folgen sind kaum absehbar.

Der Uno-Generalsekretär hatte in den vergangenen Tagen mit US-Präsident Donald Trump über das Budget gesprochen. dpa

Antonio Guterres

Der Uno-Generalsekretär hatte in den vergangenen Tagen mit US-Präsident Donald Trump über das Budget gesprochen.

New YorkDie Vereinten Nationen kürzen ihr Budget für die 16 weltweiten Friedensmissionen um 600 Millionen Dollar (523 Millionen Euro). Die Uno-Vollversammlung in New York hat einem Etat von 6,8 Milliarden Dollar (5,9 Milliarden Euro) ab Juli bis Juni 2018 gebilligt. In den kommenden Monaten will sie voraussichtlich weitere 500 Millionen Dollar freigeben. Damit fällt das Budget für die Friedensmissionen von 7,9 auf etwa 7,3 Milliarden Dollar (6,4 Milliarden Euro).

Vor allem die USA hatten sich unter Führung ihrer Uno-Botschafterin Nikki Haley für diese Kürzungen stark gemacht, während EU-Länder weniger drastische Einschnitte durchsetzen wollten. „Wir sind froh, dass die Europäische Union erreicht hat, was wir wollten“, sagte Italiens UN-Botschafter Sebastiano Cardi, der sich zufrieden mit dem Ergebnis zeigte, am Freitag.

Die Blauhelme sind derzeit vor allem in Afrika und dem Nahen Osten im Einsatz, aber auch auf Haiti, Zypern und im Kosovo. Haley hatte bei Anhörungen im Abgeordnetenhaus gesagt, ein Anteil der USA von 25 statt derzeit 28,5 Prozent an weltweiten Peacekeeping-Einsätzen sei „nachhaltig“.

Auch Uno-Generalsekretär António Guterres war in den vergangenen Tagen in Washington zu Gast, um mit führenden Politikern über den US-Beitrag zum Budget der Weltorganisation zu sprechen. US-Präsident Donald Trump hatte die Höhe der Beitragszahlungen der Vereinigten Staaten zuvor als „unfair“ bezeichnet und einen Vorschlag für den US-Haushalt vorgelegt, der deutliche Kürzungen vorsieht. Dieser muss vom Kongress aber erst noch verhandelt werden.

Von

dpa

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