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23.06.2013

23:12 Uhr

Friedensnobelpreisträger

Mandela in lebensbedrohlichem Zustand

Südafrika bangt um Nelson Mandela: Der Gesundheitszustand des Friedensnobelpreisträgers hat sich laut offiziellen Angaben in den letzten Stunden dramatisch verschlechtert. Der 94-Jährige schwebe in Lebensgefahr, hieß es.

Südafrika bangt um Nelson Mandela

Video: Südafrika bangt um Nelson Mandela

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JohannesburgDer frühere Präsident und Anti-Apartheid-Kämpfer Nelson Mandela schwebt in Lebensgefahr. Das gab die südafrikanische Präsidentschaft am Sonntagabend bekannt. Der 94-jährige Friedensnobelpreisträger wird seit mehr als zwei Wochen in einem Krankenhaus in Pretoria behandelt.

Mandela befinde sich seit 24 Stunden in einem lebensbedrohlichen Zustand, erklärte die Präsidentschaft. Staatschef Jacob Zuma, der Vizepräsident der Regierungspartei Afrikanischer Natgionalkongress (ANC), Cyril Ramaphosa, und Mandelas Ehefrau Graça Machel hätten sich am Sonntagabend im Krankenhaus getroffen und über die Lage gesprochen. „Die Ärzte tun ihr Möglichstes, damit sich sein Zustand verbessert und bemühen sich, dass Madiba gut behandelt wird und es ihm gut geht“, sagte Zuma laut der Mitteilung. „Er ist in guten Händen.“

Mandela war am 8. Juni zur Behandlung einer Lungenentzündung in das Krankenhaus eingeliefert worden. Für den ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas ist es bereits der vierte Krankenhausaufenthalt seit Dezember. Zuma hatte nach mehrtägigem Schweigen am 16. Juni über den Zustand Mandelas berichtet und von „Fortschritten“ bei der Behandlung gesprochen. Am Samstag hieß es aus der Präsidentschaft, Mandelas Zustand sei „ernst, aber stabil“.

Mandela war 1994 zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt worden. Er blieb bis 1999 im Amt. Während der Apartheid war er wegen seines Kampfes gegen die Rassentrennung in Haft gewesen. Bis heute wird er als Vater des modernen Südafrikas verehrt.

Die US-Regierung in Washington zeigte sich besorgt um den Zustand Mandelas. „Wir sind in unseren Gedanken und Gebeten bei ihm und seiner Familie“, sagte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats, Caitlin Hayde. Im Weißen Haus verfolge man die Entwicklung genau. Obama bricht Ende der Woche zu einer Afrika-Reise auf, die ihn auch nach Südafrika führen wird.

Kommentare (1)

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petervonbremen

24.06.2013, 09:32 Uhr

Nun soll man den guten, alten Mann doch bitte sterben lassen. Er hat sich doch einen würdevollen Tod verdient!

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