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11.04.2006

18:25 Uhr

Frühere Ministerpräsidentin unter Druck

Koalitionspoker in der Ukraine geht weiter

In den Verhandlungen über die Regierungsbildung in der Ukraine wächst der Druck auf die frühere Ministerpräsidentin Julia Timoschenko.

HB KIEW. Die Partei von Präsident Viktor Juschtschenko schloss am Dienstag nicht aus, auch den pro-russischen Widersacher Viktor Janukowitsch in eine Regierungskoalition einzubeziehen. Dessen Partei der Regionen erzielte bei der Parlamentswahl Ende März das beste Ergebnis mit 32,14 Prozent und 186 Parlamentssitzen

Die drei pro-westlichen Parteien - Juschtschenkos Unsere Ukraine, der Timoschenko-Wahlblock und die Sozialisten - hätten zusammen eine klare Mehrheit von 243 Stimmen. Sie wollen eine Koalition bilden, streiten sich aber darüber, wer die Regierung führt. Timoschenko will wieder Ministerpräsidentin werden, weil sie mit 22,29 Prozent und 129 Sitzen das beste Ergebnis im pro-westlichen Lager erreichte.

In Juschtschenkos Partei wird dies nach dem Scheitern der ersten Koalition mit Timoschenko an der Regierungsspitze nicht gern gesehen. Laut dem am Montagabend veröffentlichten Endergebnis der Wahl vom 26. März kam Juschtschenkos Unsere Ukraine auf 13,95 Prozent und 81 Sitze. Im Vergleich zu den vorläufigen Ergebnissen gab es keine Überraschungen.

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