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01.01.2006

10:34 Uhr

Führungsrolle

Russland übernimmt Vorsitz der G-8

Russland hat mit dem Beginn des Jahres 2006 erstmals den G8-Vorsitz übernommen. Der Vorsitz dürfte angesichts der immer wieder kritisierten Demokratiedefizite in Moskau zur Gratwanderung für den im Westen werden. Zusätzlich droht durch den Gasstreit mit der Ukraine ausgerechnet zu Beginn der Präsidentschaft Schaden für Russlands Image.

HB MOSKAU. Moskau wolle seine Führungsrolle in den Reihen der großen Industrienationen (G8) vor allem für einen weltweiten Energiedialog zwischen Produzenten und Verbrauchern nutzen, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA- Nowosti am Sonntag. Das G-8-Gipfeltreffen soll in der ersten Julihälfte in St. Petersburg abgehalten werden.

Präsident Wladimir Putin hatte Mitte Dezember betont, Ziel der russischen G-8-Präsidentschaft sei es, eine internationale Energieversorgung zu annehmbaren Bedingungen für alle Marktteilnehmer zu gewährleisten. Kritiker bemängelten, das zunehmend autoritär regierte Russland sei als Vorsitzender der G-8 wenig geeignet, um global gesellschaftliche und ökonomische Reformen voranzutreiben. Der jüngste Gasstreit mit der Ukraine zeige, dass Russland seinen Reichtum an Energieressourcen für machtpolitische Zwecke missbrauche.

Russland übernimmt den G-8-Vorsitz von Großbritannien. Im Jahr 2007 ist Deutschland wieder an der Reihe. Zur G8 gehören die führenden sieben Industrienationen Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA sowie Russland. Zu den Themen der G-8 gehören unter anderem der Kampf gegen weltweite Armut, die Arbeitslosigkeit sowie der Kampf gegen Kriminalität, Terrorismus und Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen.

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