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16.10.2013

17:56 Uhr

Für US-Konzerne

Irland will Steuerschlupfloch schließen

Apple soll über Irland US-Steuern in Höhe von 44 Milliarden US-Dollar gespart haben. Laut eines Medienberichts will das europäische Land jetzt diesem Treiben ein Ende setzen.

Irelands Finanzminister Michael Noonan: „Die einzelnen Länder befinden sich in einem aggressiver werdenden Wettbewerb um ausländische Direktinvestitionen.“ Reuters

Irelands Finanzminister Michael Noonan: „Die einzelnen Länder befinden sich in einem aggressiver werdenden Wettbewerb um ausländische Direktinvestitionen.“

London/DublinIrland will im international geführten Streit um ein riesiges Steuerschlupfloch einlenken. Ausländischen Unternehmen soll es künftig nicht mehr möglich sein, über ihre Aktivitäten in Irland erhebliche Steuersummen in den Heimatländern zu sparen, kündigte Finanzminister Michael Noonan einem Bericht der „Financial Times“ zufolge an. In den Fokus war der US-Konzern Apple geraten. Der iPhone-Hersteller soll über Irland US-Steuern für Einnahmen in Höhe von 44 Milliarden US-Dollar gespart haben, hatte ein parlamentarischer Ausschuss in den USA ermittelt.

Auch andere Unternehmen hätten das legale Steuerschlupfloch genutzt. Bei dem Steuertrick wird das Unternehmen in Irland gelistet und im steuerlichen Sinne für „staatenlos“ erklärt. Einige Unternehmen sollen auf diese Weise in Irland nur zwei Prozent Körperschaftssteuer bezahlt haben. Der übliche Satz liegt in der Republik bei im internationalen Vergleich ohnehin niedrigen 12,5 Prozent.

In Irland gelistete Unternehmen dürften nicht als „staatenlos“ bezüglich ihrer Steuerpflicht geführt werden, sagte Noonan. „Die einzelnen Länder befinden sich in einem aggressiver werdenden Wettbewerb um ausländische Direktinvestitionen“, wird Noonan in der „Financial Times“ zitiert. „Ich möchte, dass Irland fair spielt - wie wir es immer getan haben. Und ich möchte, dass Irland auf Sieg spielt.“ Ein Gesetzentwurf soll am 24. Oktober vorgelegt werden.

Von

dpa

Kommentare (1)

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16.10.2013, 18:49 Uhr

Wenn die EU auch im Hintergrund soviel Druck machen würde, müßten die Steuerzahler nicht ein Steuerdumpingland pampern und sich dafür auch noch hämisch behandeln lassen. Das macht der gute Finanzminister doch nicht aus reiner Freundlichkeit zu den USA, da ist wohl mehr gelaufen, genauso wie in der Schweiz.
Irland ist da in meinen Augen "strategisch besser" als Griechenland.
Ich mag die Iren, aber hier wurden die Kreditinitiatoren für die "Schirme" wirklich veralbert.

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