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16.10.2011

11:22 Uhr

G20-Mahnung an Euro-Länder

Löst endlich Euer Problem!

VonDonata Riedel

Mit ungewöhnlich deutlichen Worten haben die G20-Finanzminister und Notenbankchefs die Regierungen der Eurozone zur Überwindung der Euro-Schuldenkrise aufgefordert.

In der Finanzkrise gibt es für Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble keine Atempause. dapd

In der Finanzkrise gibt es für Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble keine Atempause.

ParisIn der Eurokrise gibt es für Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und seinen französischen Kollegen Francois Baroin keine Atempause. Gleich nach dem Treffen mit ihren Amtskollegen aus den G20, den 20 größten Wirtschaftsnationen der Welt,  standen am Samstagabend die nächsten deutsch-französischen Arbeitstreffen auf dem Terminplan in Paris. Denn Frankreich und Deutschland haben den anderen Industrie- und Schwellenländern Großes versprechen müssen: Die Euro-Schuldenkrise endlich zu beenden.

In der Abschlusserklärung am Samstagnachmittag fanden die G20-Finanzminister und Notenbankchefs ungewöhnlich deutliche Worte an die Adresse der Regierungen der Eurozone: „Wir  freuen uns auf das Ergebnis des EU-Gipfels am 23. Oktober, die aktuellen Herausforderungen mit einem umfassenden Plan entschieden  anzugehen“, heißt es dort ohne diplomatische Girlanden.

Außerdem erwarten Länder wie die USA, Japan und die BRIC-Staaten, Brasilien, Russland, Indien und China, dass die Eurozonen-Staatschefs auf dem EU- Gipfel die Instrumente des Euro-Rettungsfonds EFSF so  ausweiten, dass die Ansteckungsgefahr auf den Finanzmärkten eingedämmt wird. Details darüber, wie die Ziele erreicht werden könnten, nannten jedoch weder Schäuble noch Baroin.

Schäuble sagt nur, was er nicht will: Dass der EFSF eine Banklizenz bekommen könnte, um sich bei der Europäischen Zentralbank  notfalls Geld besorgen zu können, „stand zu keinem Zeitpunkt zur Debatte“, sagte Schäuble.

Kommentare (2)

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Pequod

16.10.2011, 11:57 Uhr

Geistiges Armutszeugnis
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Zeigt doch die Äußerung von José Manuel Barroso:
''Die Euro-Zone habe bisher keine Erfahrungen mit der
Überschuldung und der drohenden Pleite eines Mit-
gliedlandes. Wir bewegen uns auf Neuland und dis-
kutieren Lösungen, von denen keine wirklich er-
probt ist''
den desolaten Entscheidungszustand dieser EU-Bankrot-
teure von denen man auch noch eine Lösung erwartet.
Anscheinend weis man auch nach der 18 monatigen Insolvenz-
verschleppung mit Griechenland, wo mit einem Schneeball-
system Schulden mit Schulden bekämpft werden, immer noch
nichts Genaues wie man eigentlich vorgehen will.
Ein größeres geistiges Armutszeugnis, mit dieser Aussage
hätte sich José Manuel Barroso als Sprecher der EU für
sich und die gesamte EU bestimmt nicht ausstellen können.


Rainer_J

16.10.2011, 14:26 Uhr

Selbstverantwortlichkeit der Länder ist die Lösung.

Jedes Land bekommt seine eigene Währung und wird in Zukunft dementsprechend auf- und abgewertet (durch den unabhängigen Markt), je nachdem wie sich die Wirtschaftsleistung entwickelt.

Das ist gesunde Marktwirtschaft.

Der Druck, Zwang und Ignoranz der Eurofanatiker gegenüber ökonomischen Wahrheiten ist Wahnsinn und das eigentliche Problem unserer Zeit!

Diejenigen, die vom EUdSSR-Moloch leben, stemmen sich gegen jede vernünftige Lösung.

Wenn eine Volkswirtschaft wie England froh ist, nicht in der Eurozone zu sein, dann kann es für den deutschen Steuerzahler nicht gleichzeitig gut sein und ist es auch nicht.

Das nennt sich Logik!

Aber Logik ist für alternativlose Eurofanatiker ein Fremdwort.

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