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18.03.2017

13:46 Uhr

G20-Treffen

Schwierige Suche im Handelsstreit mit den USA

Gelingt es den Top-Wirtschaftsmächten, einen drohenden Handelskrieg mit den USA abzuwenden? Bis zuletzt wird beim G20-Treffen in Baden-Baden um eine gemeinsame Linie zum Welthandel gerungen.

Der US-Finanzminister Steven Mnuchin sorgt für Diskussionsbedarf. AFP; Files; Francois Guillot

Handelsstreit

Der US-Finanzminister Steven Mnuchin sorgt für Diskussionsbedarf.

Baden-BadenDie Suche der Top-Wirtschaftsmächte nach einem Kompromiss im Handelsstreit mit den USA gestaltet sich schwierig. Am Samstag blieb zunächst weiterhin offen, ob sich die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) in der Abschlusserklärung ihres zweitägigen Treffens in Baden-Baden auf ein gemeinsames Bekenntnis zu Freihandel und gegen wirtschaftliche Abschottung einigen können.

In Delegationskreisen wurde es auch für möglich gehalten, dass das Thema ganz ausgeklammert bleiben muss. Bis zum Mittag waren die USA noch nicht auf die von G20-Gastgeber Deutschland vorgeschlagene Kompromisslinie eingeschwenkt.

Üblicherweise bekennt sich die G20-Gruppe in ihrer gemeinsamen Abschlusserklärung zum Freihandel und erteilt wirtschaftlicher Abschottung und Protektionismus eine Absage. Der seit knapp zwei Monaten amtierende US-Präsident Donald Trump jedoch hatte mehrfach betont, er werde in seiner Handels- und Steuerpolitik amerikanische Interessen über alles stellen. Daher wird in Baden-Baden um eine einvernehmliche Erklärung zur globalen Handelspolitik gestritten.

G20: Japans Finanzminister warnt vor Devisenrisiken

G20

Japans Finanzminister warnt vor Devisenrisiken

In Baden-Baden treffen aktuell die 20 führenden Industrienationen aufeinander. Der erste Tag steht im Zeichen des strittigen Freihandels. Japans Außenminister Aso macht derweil auf die Devisenrisiken aufmerksam.

Im Kern geht es darum, ob die globalen Handelsbeziehungen auf Basis starrer Regeln organisiert sind, wie sie von Institutionen wie der Welthandelsorganisation WTO definiert werden – oder ob sie auf „fairen, ausgewogeneren“ internationalen Vereinbarungen basieren sollen, wie es die Trump-Regierung fordert.

Sollte in Baden-Baden kein Konsens hierüber erzielt werden, wären die Staats- und Regierungschefs der G20 gefordert, den Handelskonflikt mit den USA bei ihrem Gipfel Anfang Juli in Hamburg zu lösen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Frau Lana Ebsel

19.03.2017, 11:58 Uhr

Ich finde das Zurückdrehen eines ungebändigten "Freihandels" nicht unbedingt schlecht, denn dann können die Länder sich wieder auf die Wirtschaft im eigenen Land besinnen und Firmen auf der Welt nicht ihr Unwesen treiben, wie es der Profit gebietet. Vernunft und Sachlichkeit würde zurückkehren.

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