Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.04.2016

06:15 Uhr

G5 gegen Steuerflucht

Die glorreichen Fünf

VonJan Hildebrand

Sie nennen sich G5: Finanzminister Schäuble schmiedet in Washington mit vier weiteren großen europäischen Ländern eine Allianz gegen Steueroasen. Die verspricht viel. Doch kann sie es halten?

Globales Abkommen nach Panama Papers

Diese Finanzmänner sagen Steueroasen den bitteren Kampf an!

Globales Abkommen nach Panama Papers: Diese Finanzmänner sagen Steueroasen den bitteren Kampf an!

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

WashingtonDas erste Wort geht an Wolfgang Schäuble (CDU). Der Bundesfinanzminister sitzt auf dem Podium in einem Konferenzraum in der Zentrale des Internationalen Währungsfonds in Washington. Eingerahmt von seinen Kollegen aus Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien. Die G5 nennt sich diese Gruppe, und sie tritt vor allem auf, wenn es um die internationale Steuerpolitik geht.

Die Enthüllungen über das gigantische Briefkastensystem in Panama haben diese fünf nun wieder auf den Plan gerufen. Und ihr inoffizieller Anführer ist Schäuble, weshalb er zuerst reden darf.

Der Bundesfinanzminister verkündet auf der internationalen Bühne das, was er daheim in einem Zehn-Punkte-Plan bereits vorgestellt hat. Schäuble fordert, dass Staaten weltweit Register einführen sollen, in denen verzeichnet ist, wer sich hinter einer Briefkastenfirma verbirgt. Und diese Register sollen dann alle miteinander vernetzt werden.

Schäubles Zehn-Punkte-Plan: Totalitäre Transparenz

Schäubles Zehn-Punkte-Plan

Premium Totalitäre Transparenz

Die Empörung der Bürger über die Tricksereien in Steueroasen wie Panama ist verständlich. Trotzdem: Auch für Vermögen sollte es einen Schutz der Privatsphäre geben. Der öffentliche Pranger ist der falsche Weg. Eine Analyse.

„In Zukunft sollte niemand mehr in der Lage sein, seine Aktivitäten hinter komplexen Strukturen zu verstecken“, sagt der CDU-Politiker. Die übrigen Finanzminister auf dem Podium nicken.

Seit einer Woche haben Schäubles Beamte an dieser Allianz gearbeitet. Nach dem Wirbel um die Panama Papers war dem Finanzminister klar, dass er etwas unternehmen muss – und dass die IWF-Frühjahrstagung dafür ein idealer Rahmen wäre.

Zuerst wandte sich Schäuble an den britischen Finanzminister George Osborne. Dann folgte der Franzose Michel Sapin, schließlich die Kollegen aus Italien und Spanien.

Kommentare (21)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

15.04.2016, 08:55 Uhr

Wie wäre es den einer Senkung der Steuern und Abgaben, dann braucht man auch niemanden
zu verfolgen. Welcher Narr will schon acht Monate im Jahr für diese Raubritter arbeiten.

Herr Esboern Schmidt

15.04.2016, 09:08 Uhr

Wenn unser Schutzpatron der Steuerhinterzieher was organisiert, da weis man schon was rauskommt, ein Abkommen wie er mit der Schweiz abschliessen wollte, eine Lachnummer.

Herr Peter Noack

15.04.2016, 09:09 Uhr

Herr Spiegel, Sie meinen doch die Senkung der Steuern für die Millionäre.
Dem kann leicht entsprochen werden, wenn man auf Einkommenssteuern von Einkommen ab einer Million ganz verzichtet,
Steuersenkung ist das Credo. Wer erwartet bessere Verkehrsinfrastruktur, bessere Bildung, mehr Sicherheit? Wer das erwartet muss mehr zahlen!!! Schafft die staatliche Schule ab. Finanziert Schule privat. Dito Straßen und Schienen. Dito Sicherheit und Verteidigung. Dito, dito, dito ...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×