Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.05.2013

17:58 Uhr

G7-Finanzministertreffen

Schäuble fordert „Politik für nachhaltiges Wachstum“

Wolfgang Schäuble setzt sich beim Treffen der G7-Finanzminister für nachhaltiges Wachstum ein. Die Länder müssten ihre Verpflichtungen erfüllen, sagte er. Frankreich und die USA wollen die Sparpolitik hingegen lockern.

Finanzminister Wolfgang Schäuble wird beim Treffen mit seinen G7-Kollegen die Politik der strengen Haushaltkonsolidierung verteidigen müssen. dpa

Finanzminister Wolfgang Schäuble wird beim Treffen mit seinen G7-Kollegen die Politik der strengen Haushaltkonsolidierung verteidigen müssen.

LondonDie Finanzminister der sieben wichtigsten westlichen Industrienationen (G7) beraten im britischen Buckinghamshire über die Finanzlage in der Welt. Im Mittelpunkt des am Samstag zu Enden gehenden informellen Treffens, bei dem keine Abschlusserklärung erwartet wird, sollen Gespräche über die Regulierung der Finanzmärkte stehen. In vielen Ländern sind die vereinbarten Eigenkapitalregelungen zu Basel III noch nicht umgesetzt.

„Es geht darum, wie wir eine Politik für nachhaltiges Wachstum zustande bringen“, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble bei seiner Ankunft in Hartwell House, einem Landsitz rund 70 Kilometer nordwestlich von London. Die Fehler der Vergangenheit dürften nicht wiederholt werden, warnte er. Die Länder müsste ihre Verpflichtungen erfüllen. Seitens der Bundesbank wurde eine „unterschiedliche Entschlossenheit“ beobachtet, das Nötige für strukturelle Reformen zu tun. „Es gibt erhebliche Defizite, auch bei den hier vertretenen Ländern“, hieß es. Die Notenbankchefs der G7-Länder tagen zusammen mit den Finanzministern in Großbritannien.

Wege aus der Krise

Drei Jahre Eurokrise – ein Rückblick

Wege aus der Krise: Drei Jahre Eurokrise – ein Rückblick

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Erwartet wird, dass Schäuble seine Politik der strengen Haushaltskonsolidierung wird verteidigen müssen. Aus Frankreich und den USA, für die erstmals der neue Finanzminister Jacob Lew an einem G7-Treffen teilnimmt, kamen zuletzt verstärkt Forderungen nach mehr staatlichen Wachstumsanreizen und einer Lockerung der Sparpolitik. „Wir haben eine ausgewogene Politik in Europa, auch in Deutschland“, sagte Schäuble dazu. Zunächst müssten die strukturellen Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum erfüllt sein.

Der britische Finanzminister George Osborne warnte unterdessen vor verfrühtem Optimismus beim Kampf gegen die Finanzkrise. „Eine weltweite Erholung können wir nicht als gegeben annehmen“, betonte er. Großbritannien hat gemeinsam mit den USA und Australien kurz vor dem Treffen der Finanzminister eine neue Attacke auf Steuerhinterzieher in Offshore-Territorien gestartet. Die britische Steuerfahndung wertet nach eigenen Angaben die riesige Menge von 400 Gigabite Datenmaterial aus.

Von

dpa

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

endrich

10.05.2013, 18:56 Uhr

Merkel holt die Vergangenheit ein. Das neue Buch über Merkels DDR-Vergangenheit wird die Union schwer belasten. Wenn sie Kommunistin war (ist), kann man die vielen diktatorischen Alleingänge in Deutschland und der EU verstehen. Die Welt steht jetzt Kopf! Und Merkel müsste zurücktreten.

r-tiroch@t-online.de

10.05.2013, 19:18 Uhr

Frau Merkel kann bei Herrn kohl ja nachfragen wie man ein Buch am besten schwärzen lassen kann, gell?

Vicario

10.05.2013, 20:25 Uhr

Zitat : Wolfgang Schäuble setzt sich beim Treffen der G7-Finanzminister für nachhaltiges Wachstum ein. Die Länder müssten ihre Verpflichtungen erfüllen, sagte er.

- was hat den die SPARPOLITIK des "Sparschweinchens im Wägelchen" mit einem Wachstum zu tun ? Zu welchem Wachstum sind die Länder denn Verpflichtet ?

Erklärt denn jemand dem Finanz-Gnom, dass ein WACHSTUM nur durch INVESTITIONEN möglich sei !

Und die INVESTITIONEN werden durch INVESTOREN getätigt, die vorher den Markt auf RENTABILITÄT prüfen !

Und welches dieser Südländer ist denn für die INVESTOREN rentabel ( mit hohen Löhnen und geringer Kaufkraft ).....KEINS !

Welche „Politik für nachhaltiges Wachstum“ fordert denn dieser "Ökonom" ?

Man kann natürlich auch politisch investieren und ein Wachstum erzeugen.....durch Staatsprogramme, auf Steuergelder....dann finden wir uns aber in den Vereinigten Staaten von Europa wieder....da müssten aber vorher die Verfassungen der Mitgliedstaaten außer Kraft gesetzt werden ?!!"!

DIE GAUNER DREHEN SICH IM KREISE !

Aber der Sprit ist bald alle !

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×