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04.06.2014

20:02 Uhr

G7-Gipfel

Merkel unterstreicht Sanktionsdrohung gegen Russland

Am Abend kommt in Brüssel die G7 zusammen, um ihre Linie im Ukraine-Konflikt mit Russland abzustimmen. Die deutsche Kanzlerin bekräftigt ihre Drohung mit harten Wirtschaftssanktionen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Ankunft zum G7-Gipfel in Brüssel. AFP

Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Ankunft zum G7-Gipfel in Brüssel.

BrüsselBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei ihrer Ankunft zum G7-Gipfel in Brüssel die Sanktionsdrohung gegen Russland bekräftigt. Bei den Gesprächen mit den Staats- und Regierungschefs werde es aber auch darum gehen, wie die Ukraine nach den Präsidentschaftswahlen vor eineinhalb Wochen unterstützt werden könne, sagte sie am Mittwochabend. Die Gespräche mit Russland sollten zugleich fortgesetzt werden. Die G7 wollten aber auch deutlich machen, „dass, wenn das alles nicht hilft, dass dann auch weiter Sanktionen im Raum stehen“.

Merkel lobte die einheitliche Linie der G7-Staaten im Konflikt mit Russland. „Die Gruppe der G7 hat sehr gut zusammengehalten“, sagte Merkel vor Beginn des Siebener-Gipfels am Abend in Brüssel. Wie Merkel warfen auch US-Präsident Barack Obama und die britische Regierung Russland vor, weiter für die Destabilisierung in der Ostukraine mitverantwortlich zu sein.

Die Ukraine und der Umgang mit der Krise stehen im Mittelpunkt des Abendessens zum Auftakt des Gipfels. Konkrete Beschlüsse zur Verschärfung der Sanktionen gegen Russland sind nach Angaben aus den Delegationen in Brüssel nicht geplant.

Nato-Präsenz im Osten des Bündnisgebietes

Flotten-Verlegung

Verlegung eines Flottenverbandes zur Minenbekämpfung unter Führung des deutschen Tenders „Elbe“ in die östliche Ostsee nach Riga.

Manöver in Estland

Manöver mit 6000 Soldaten aus westlichen Nato-Staaten in Estland. Szenario: Luft- und Bodenangriffe gegen Estland.

Unterwasser-Manöver

Manöver mit einem Unterwasserfahrzeug zur Rettung eines U-Bootes vor der polnischen Ostseeküste.

Truppenübungen

Kanadische, US-amerikanische und polnische Truppen üben fünf Tage lang Luftlandeeinsätze mit Infanterieunterstützung in Polen. Fallschirmjäger aus den USA und Polen springen in Polen und Lettland aus großen Transportmaschinen ab, Abwurf von schwerer Ladung wird geübt.

Luftüberwachung

Polen übernimmt Leitung der Luftüberwachung in den drei baltischen Staaten. Großbritannien, Dänemark und Frankreich verstärken den Einsatz, Deutschland wird ebenfalls Jagdflugzeuge entsenden. Nato überwacht den Luftraum über Polen und Rumänien mit AWACS-Flugzeugen.

Die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industriestaaten (G7) setzen ihre Beratungen am Donnerstagmorgen fort. Dann stehen die Lage der Weltwirtschaft, Klima- und Energiepolitik sowie Entwicklungsthemen auf der Tagesordnung.

Ursprünglich hatte das Treffen im G8-Format mit Russland als Gastgeber in Sotschi stattfinden sollen. Wegen der Angliederung der Krim-Halbinsel hatten die westlichen Staaten Russland aber ausgeschlossen. Auf dem nun stattfindenden G7-Treffen der Regierungschefs der USA, Frankreichs, Deutschlands, Großbritanniens, Italiens, Kanadas und Japans soll demonstrativ ein Bekenntnis zu gemeinsamen Werten abgelegt werden.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

04.06.2014, 20:49 Uhr

Merkel für härtere Sanktionen
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Wie Merkel warfen auch US-Präsident Barack Obama und die britische Regierung Russland vor, weiter für die Destabilisierung in der Ostukraine mitverantwortlich zu sein.

Ob das Putin stört?
Und Deutschland wird sich bei Sanktionen sehr zurückhalten, würde es doch den Wirtschaftsstandort Deutschland schaden.
Also wird es, wie immer, nur ein paar Sanktiönchen geben.

Account gelöscht!

05.06.2014, 18:34 Uhr

Wann droht Sie endlich die Banker, Experten, Manager, Chefs und Politiker???

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