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27.05.2015

21:50 Uhr

G7-Treffen

Neuer Verhaltenskodex für Banker soll Märkte sicherer machen

Beim Treffen der G7-Staaten in Dresden soll ein neuartiger Verhaltenskodex für Banker diskutiert werden, der die Finanzmärkte krisensicherer machen soll. Auch der Kampf gegen Steuerflucht steht auf der Agenda.

Der vorbereitete Verhandlungstisch im Taschenbergpalais. Vom 27. bis 29. Mai 2015 tagen die Finanzminister und Notenbankgouverneure der sieben führenden westlichen Industriestaaten (G7) in der Sächsischen Landeshauptstadt. dpa

G7-Treffen in Dresden

Der vorbereitete Verhandlungstisch im Taschenbergpalais. Vom 27. bis 29. Mai 2015 tagen die Finanzminister und Notenbankgouverneure der sieben führenden westlichen Industriestaaten (G7) in der Sächsischen Landeshauptstadt.

DresdenDie Finanzminister und Notenbankgouverneure der G7-Staaten wollen über einen neuartigen Verhaltenskodex für Banker sprechen, um die Finanzmärkte krisensicherer zu machen. Ein entsprechender Vorschlag solle beim G7-Treffen in Dresden diskutiert werden, der am Donnerstag die Arbeit aufnehmen wird, kündigten deutsche Delegationsvertreter am Mittwoch an. Grundlage eines funktionierenden Finanzsystems sei das Vertrauen der Marktteilnehmer untereinander und ein integres Verhalten aller Akteure. Genau das könne durch einen solchen "Code of Conduct" möglicherweise vorangebracht werden.

Auch beim Kampf gegen Steuersparpraktiken weltweit tätiger Unternehmen wollen die G7 neue Vorschläge auf den Tisch bringen und erörtern. Diskutiert werden soll den Kreisen zufolge etwa darüber, gemeinsame Prüfgruppen mehrer Staaten zu schaffen, die sich mit der Besteuerung von international tätigen Unternehmen beschäftigen könnten. Auch um die Frage, wie Streitigkeiten zwischen Ländern darüber vermieden werden könne, wo ein Konzern am Ende besteuert wird, werde man sprechen. Darüber hinaus soll die vor zwei Jahren gestartete sogenannte BEPS-Initiative gegen steuersparende Gewinnverlagerungen und -vermeidungen von international tätigen Konzernen plangemäß bis Ende des laufenden Jahres umgesetzt werden. Was es nicht mehr geben dürfe, seien Konzerne, die weltweit gar keine Steuern mehr zahlen, formulierte ein deutsches Delegationsmitglied.

Einigkeit herrscht nach Angaben aus deutschen Delegationskreisen in der G7 darüber, dass ein dauerhaftes und höheres Wachstum über mehr Innovationen und Investitionen, aber auch eine solide Haushaltsführung der Staaten führen sollte. "Darüber sind sich (...) alle in der G7 absolut und völlig einig", sagte ein führenden Vertreter der deutschen Delegation nach Vorbereitungsberatungen im Kreise der Stellvertreter der Minister und Notenbankchefs. Die Sicherung eines nachhaltigen Wachstums ist einer der Kernthemen des G7-Finanzministertreffens, das am Freitag endet.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Herr reiner tiroch

28.05.2015, 09:01 Uhr

der war gut! neuer verhaltenkodex, hahahaha, glaubt tatsächlich jemand, dass die Gauner ehrlich werden? eher fällt Weihnachten auf Ostern!

Herr Manfred Zimmer

28.05.2015, 09:36 Uhr

Das sind alles Ehrenmänner.

Unter Ganoven existiert immer ein Ehrencodex. Wäre dem nicht so, würde man sich gegenseitig nicht als Ehrenmänner ansehen können. Gäbe es diesen nicht, gäbe es keine Ordnung im kriminellen Geschäft.

Dennoch muss ich schmunzeln, wenn ausgerechnet Politiker anderen einen Verhaltenkodex auferlegen wollen und ausgerechnet auch noch solche Politiker, die im ESM-Vertrag sich selbst der Strafverfolgungen und Auskunftspflicht entzogen haben.

Ich kann nur empfehlen, den ESM-Vertrag einmal zu lesen. Er ist nichts anderes als ein Schelmenstück für und unter Ganoven. Ein Thriller, der all das beschreibt, was es nicht geben darf. Genial dagegen ist, dass man diesen gar durch das Bundesverfassungsgericht "bekam". Das wirft andererseits wiederum Fragen der gegenseitigen Abhängigkeiten auf.

Herr Thomas Melber

28.05.2015, 10:26 Uhr

Die Russen nennen das "Dieb im Gesetz". Das bezieht sich aber auf die OK. Wiewohl, organisiert geht es hier ja auch zu.

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