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10.02.2015

18:02 Uhr

G7 und IWF

Ukraine könnte 40 Milliarden Dollar erhalten

Die G7 und der IWF erwägen laut einem Medienbericht die Auflage eines größeren Hilfspakets für die Ukraine. Die Gesamtsumme könnte etwa 40 Milliarden Dollar betragen. Allerdings gibt es noch keine Entscheidung.

Bei IWF und G7 wird offenbar über ein großes Hilfspaket für die Ukraine nachgedacht. dpa

Hilfe aus Washington?

Bei IWF und G7 wird offenbar über ein großes Hilfspaket für die Ukraine nachgedacht.

WashingtonDie sieben führenden Industrienationen (G7) und der Internationale Währungsfonds (IWF) erwägen nach Angaben von Insidern die Auflage eines größeren Hilfspakets für die Ukraine. Wie die Nachrichtenagentur Reuters von einem der mit dem Vorgang vertrauten Personen erfuhr, könnte die Gesamtsumme etwa 40 Milliarden Dollar betragen.

Allerdings sei noch keine abschließende Entscheidung getroffen worden. Ein zweiter Insider bestätigte die Gespräche. Man sei dabei noch nicht an das Direktorium des IWF herangetreten. Einigkeit bestehe darüber, dass die bisherige Hilfssumme von 17 Milliarden Dollar nicht ausreiche.

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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hält sich zu diesen Überlegungen bedeckt. Die Frage, ob beim G20-Finanzministertreffen in Istanbul etwas zu einem solchen Paket mit ganz neuen Größenordnungen beschlossen worden sei, beantwortet er kurz mit „Nein“. Allerdings habe man „im Kreise der Hauptbeteiligten“, auch mit IWF-Chefin Christine Lagarde, über das Thema Hilfen für die Ukraine gesprochen. „Die IWF-Mission ist noch im Gange“, stellt er klar. Sie werden wohl Ende dieser Woche abgeschlossen werden.

Der IWF hatte sich im Januar bereiterklärt, die Auflage eines größeren Paketes zu unterstützen. Eine Summe wurde damals nicht genannt. Gegenwärtig halten sich Vertreter des Fonds in Kiew zu Verhandlungen auf. In etwa zwei Wochen soll das ukrainische Parlament über Änderungen am Haushalt beraten, die als Bedingung für eine Vereinbarung gelten. Am Mittwoch findet ein Ukraine-Gipfeltreffen in Minsk statt. Deutschland hat gegenwärtig den G7-Vorsitz inne.

Kommentare (18)

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Herr Marc Otto

10.02.2015, 17:52 Uhr

Eigentlich wäre diese Summe doch ausreichend, damit die Ukraine das ostukrainische Referendum akzeptiert und seine kriegerischen Akte gegen die Ostslawen endlich einstellt.

Herr Vittorio Queri

10.02.2015, 17:57 Uhr

>> Die Gesamtsumme könnte etwa 40 Milliarden Dollar betragen >>

Wer gibt einem Pleite-Staat so viel Geld ?

Die Verschuldung der Ukraine ist binnen kürzester Zeit durch die Abwertung und Verfall der Währung ( Hrivna ) von 70% auf 100 % angestiegen.

Wer riskiert sein Geld einem Land, dass sich dazu noch im Bürgerkrieg befindet ?

So bescheuert ist nicht mal der Spekulant Soros !

Herr Thomas Schmidt

10.02.2015, 18:21 Uhr

Na toll, dass sich wieder ein paar "Retter" finden (Deutschland natürlich ganz vorne dabei), die die ausgeplünderte Staatskasse wieder auffüllen. Damit sie erneut von einigen Oligarchen-Milliardären in trauter Eintracht mit dem ebenso korrupten Staats-Apparat wieder geleert werden kann.
Als wären noch nicht genug Steuer-Milliarden in Griechenland versenkt worden, bindet man sich gleich das nächste Fass ohne Boden ans Bein - Hauptsache, unsere multi-nationalen Konzerne sichern sich damit Zugriff auf noch billigere Arbeitskräfte und einen neuen Markt. Die Rechnung dafür zahlt der Steuerzahler.

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