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20.05.2012

14:06 Uhr

G8-Gipfel

Die Hoffnung eines Bedrängten

US-Präsident Barack Obama steht mit dem Rücken zur Wand. Die Wirtschaft stottert, seine Popularitätswerte sinken. Beim heimischen „Doppelgipfel“ versuchte er sich in Szene zu setzen. Aber wird das reichen?

Steht im eigenen Land mit dem Rücken zur Wand: US-Präsident Barack Obama. AFP

Steht im eigenen Land mit dem Rücken zur Wand: US-Präsident Barack Obama.

Camp David/ChicagoBarack Obama kann Wärme und Zuspruch derzeit gut gebrauchen. Mit Bedacht hat er das ländliche Camp David als Ort des G8-Gipfels gewählt. Blockhütten, Kaminfeuer - hier gehört Harmonie sozusagen zum Mobiliar. Hier treten die Herren ohne Schlips auf, manche in farbenfrohen Pullovern.

Hier will augenscheinlich niemand dem Anderen etwas Böses tun. Hier findet Obama, der bedrängte Präsident, der Mann, der um seine Wiederwahl fürchten muss, Ruhe und Labsal - vorübergehend, für ein paar Stunden wenigstens.

Entsprechend pfleglich gingen die Gäste an diesem Wochenende mit dem Gastgeber um. Geradezu flehend hatte Obama im Vorfeld um mehr Wachstumsimpulse gebeten, endlich solle „Sparmeisterin“ Angela Merkel ihre Dauer-Opposition aufgeben - er konnte wenigstens einen Teilerfolg einfahren.

Nuanciert, facettenreich, beinahe doppelzüngig fiel denn die Erklärung zum Thema Wirtschaft aus. Wachstums, Jobs, Sparen und Etatkonsolidierung - von allem war ein bisschen dabei. „Alle notwendigen Schritte unternehmen, um unsere Volkswirtschaften zu stärken und wieder Schwung zu geben“, heißt es da. Klingt vollmundig. Jeder kann sich herauspicken, was ihm gefällt. Einzelheiten stehen im Kleingedruckten.

„Weltführer fordern Wachstum, keine Sparpolitik“, titelte die „New York Times“ ganz im Sinne Obamas. Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht das freilich etwas anders. Doch so ist das bei Gipfeln, bei denen die Teilnehmer pfleglich miteinander umgehen. Jeder weiß nur zu gut, wie es sich anfühlt, vor schwierigen Wahlen zu stehen. Doch reicht das für Obama?

Kommentare (3)

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Ben

20.05.2012, 14:29 Uhr

Ist doch vollkommen egal ob die Marionette Obama "wiedergewählt" wird oder nicht.
Es gibt genug andere kranke Befehlsempfänger welche parat stehen.
Aber die Menschen glauben halt immer noch dieses Theater, sie hätten eine Wahl ......

Account gelöscht!

20.05.2012, 22:27 Uhr

Erstens ist Obama keine Marionette und zewitens ist er immer noch Praesident der USofA.
Dass er mit dem Rücken zur Wand steht,bezweifle ich,lt US Presse stehen die Kontrahenten auf 50:50.
Das Handelsblatt sãhe natürlich gerne Ihren Romney und seine "sugArdaddies" sprich Geldgeber vorne.
Aber bis zum 1.Montag im November 12 sind es noch eine politische Ewigkeit.
Davor steht der teuerste und blutigste Wahlkampf aller Zeiten in den US.
Warum die Leute noch zur Wahl gehen wundert mich schon.
Das Kapital und die Banken wünschen sich nichts lieber als Ihren Superkapitalisten Romey.
Die Zeche zahlen ,wie immer,der Mittelstand,falls es diesen bald noch gibt.
Der sogenannte american dream geht frühet oder spāter baden.
Wer was anderes erzāhlt,fûhrt die Wāhler bewusst hinders Licht.

touspourun

20.05.2012, 22:54 Uhr

Obama und Romney, Demokraten und Repubkilaner, Coca Cola und Pepsi.. Amerika, Amerika. Die Illusion einer Wahlmöglichkeit in einem System wo Menschen und Ihre Träume für Zombie Banken und die 1% da oben ausgesaugt werden. Wie blöd muss man sein? Es gibt keine Wahl, niemand stellt in Frage die Federal Reserve und die kriminelle Geschäfte der Too Big Too Fail Banken in den USSA. Und wenn Bush auf einer Lüge basierend die Iraq zerstört ist es OK, hey, wir sind die USA. Obama hat noch viel mehr Verfassung und Bürgerrechte beschnitten (NDAA, etc..) und der Friedensnobelpreis ist endgültig eine Lachnummer seitdem der "Demokrat" Obama "verdächtigte Terroristen" bis in den Yemen mit Dronen exekutieren lässt.

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