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11.09.2011

15:49 Uhr

G8-Staaten

60 Milliarden Dollar für den arabischen Frühling

Die G-8-Staaten und internationale Entwicklungsbanken stocken ihre finanziellen Hilfen für den arabischen Frühling auf. Die Milliardenhilfen sollen die Demokratisierung der Region voranbringen.

Mehr Geld für arabischen Frühling - die G8-Staaten stocken die Finanzhilfen auf. dapd

Mehr Geld für arabischen Frühling - die G8-Staaten stocken die Finanzhilfen auf.

MarseilleDie Reformbewegungen in mehreren Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens können mit großzügiger finanzieller Hilfe der G-8-Staaten, der internationalen Entwicklungsbanken und von mehreren wohlhabenden arabischen Staaten rechnen. Für die kommenden beiden Jahre wurden Ägypten und Tunesien, wo zu Beginn des Jahres langjährige autokratische Herrscher gestürzt wurden, aber auch Marokko und Jordanien insgesamt rund 58 Milliarden Dollar an Unterstützung in Aussicht gestellt. 

Das war das Ergebnis der Beratungen der G-8-Finanzminister mit der Weltbank, anderen Entwicklungsbanken und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) am Samstag in Marseille. Am wichtigsten sei, dass wirtschaftliche Strukturen geschaffen würden und die Demokratisierung vorankomme, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zum Abschluss des Treffens. 

Auch der Kreis der Beitragsländer wurde in der südfranzösischen Hafenstadt erweitert. So schlossen sich Kuwait, Katar, Saudi-Arabien, die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate der im Mai gegründeten Deauville-Partnerschaft für Nordafrika an. Von der Weltbank und anderen Entwicklungsbanken sollen 38 Milliarden Euro kommen, heißt es in der Abschlusserklärung. An bilateralen Hilfen der G-8-Länder und der Europäischen Union waren schon im Mai 20 Milliarden Dollar zugesagt worden. G-8-Gastgeber Frankreich verdoppelte seine Unterstützung auf 2,7 Milliarden Euro.

Auch der Übergangsrat aus Libyen nahm an dem Treffen teil, erhält aber angesichts der Umbruchsituation in dem Land, wo sich Truppen des früheren Machthabers Muammar al Gaddafi und die Kämpfer der Übergangsregierung weiter heftige Gefechte liefern, zunächst noch keine finanzielle Unterstützung. Das könnte sich aber schnell ändern, wie der kanadische Finanzminister Jim Flaherty Libyen in Aussicht stellte. Der britische Schatzkanzler George Osborne kündigte an, dass schon bald die Sanktionen gegen Libyen aufgehoben und eingefrorene Gelder freigegeben werden könnten. Ziel sei es zudem, die Ölproduktion so schnell wie möglich wieder in Gang zu bekommen. Der neue libysche Botschafter in Frankreich, Mansur Sejf al Nasr, nannte das Treffen einen Erfolg.

Von

dapd

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

11.09.2011, 16:34 Uhr

.
Ich sehe es gab Zuschlag.
Haben die Ägypter nun doch noch ein paar Juden ausfindig machen können ?
.

DEM

11.09.2011, 17:42 Uhr

Die Geberländer sind so gut wie pleite u. hängen sich jetzt

noch weiter in ein Schuldenszenario wofür sie kein Geld

haben .

Die Zeiten dürften entgültig vorbei sein für alle Hilfen .

Deutschland ist durch den EURO selbst pleite, nur will

es Merkel u. Schäuble nicht wahrhaben .

Da hilft neuerdings auch keine Hochrechnung der Rente mit

69 durch Schäuble .

Haben die unfähigen Politiker immer noch nicht begriffen,

daß das Volk diese Politik u. Politiker nicht will!!


Account gelöscht!

11.09.2011, 18:23 Uhr

Was soll denn dieser haarsräubende Blödsinn?
Diese Länder sind doch nicht arm.
Und wo ist das Geld der ehemaligen Machthaber?
Ich denke, die Konten, die ja z. T. im Weten snd, dieser Herren sind eingefroren.
Also kann man das Geld für den Wiederaufbau verwenden.
Wie weit soll die europ. Geldverschwendung noch gehen?
Unsere Politker müßten vor Gericht gestellt werden, da sie ihr eigenes Land dem Verfall preisgeben zu Gunsten anderer Länder.
Ich glaub es ja einfach nicht, wie kriminell die sind.

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