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30.01.2005

17:18 Uhr

Gäste des Hotels sind überwiegend Engländer und Deutsche

Zwei Verletzte durch ETA-Bombenanschlag

Bei einem Bombenanschlag mutmaßlicher ETA- Terroristen auf ein Strandhotel an der spanischen Mittelmeerküste sind am Sonntag zwei Urlauber leicht verletzt worden.

HB ALICANTE. Wie die Polizei mitteilte, wurden etwa 160 Gäste des Drei-Sterne-Hotels im Ferienort Dénia nördlich von Alicante vor der Explosion in Sicherheit gebracht. Es handelte sich überwiegend um Briten und Deutsche.

Ein Anrufer hatte im Namen der baskischen Untergrundorganisation ETA eine Warnung durchgegeben. Daraufhin ließ die Polizei den 280- Zimmer-Komplex räumen. Wenige Minuten später detonierte die auf einer Nottreppe versteckte Bombe. An dem unmittelbar am Strand gelegenen Hotel entstand erheblicher Schaden.

Der Anschlag ereignete sich zwei Tage vor einer Debatte im spanischen Parlament über einen „Unabhängigkeitsplan“ der baskischen Regionalregierung. Es gilt als sicher, dass der Plan, der die Schaffung eines „Freistaats“ im Baskenland vorsieht, von den Abgeordneten mit großer Mehrheit abgelehnt wird.

Die ETA, die für die Schaffung eines unabhängigen baskischen Staates eintritt, verübt seit 25 Jahren immer wieder Anschläge auf spanische Urlauberzentren. Die zwischen Valencia und Alicante gelegene Stadt Dénia ist ein ehemaliger Fischerort, der sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem renommierten Strandbad mit 28 000 Einwohnern entwickelt hat und als das „Tor zur Costa Blanca“ gilt.

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