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13.03.2017

15:07 Uhr

Gamesa

EU-Kommission erlaubt Siemens Übernahme

Laut EU-Kommission gibt es bei der Übernahme des spanischen Windkraftkonzerns Gamesa durch Siemens keine Bedenken. Es gäbe ausreichend andere Wettbewerber auf dem Markt. Siemens will mit dem Kauf Weltmarktführer werden.

Die Übernahme des spanisches Windkraftkonzerns gehört zum Siemens-Plan, um die Windkraft-Aktivitäten zu erweitern. Ziel ist es, Weltmarktführer zu werden. Reuters, Sascha Rheker

Siemens-Plan

Die Übernahme des spanisches Windkraftkonzerns gehört zum Siemens-Plan, um die Windkraft-Aktivitäten zu erweitern. Ziel ist es, Weltmarktführer zu werden.

BrüsselDie EU-Kommission hat die geplante Übernahme des spanischen Windkraftkonzerns Gamesa durch Siemens gebilligt. Die Übernahme gebe keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken, da eine Reihe ernstzunehmender Wettbewerber auf dem Markt verbleiben werde, teilte die EU-Behörde am Montag in Brüssel mit.

Die Wettbewerbshüter prüften die Übernahmepläne, da sich die Tätigkeiten von Gamesa und Siemens im Markt für Onshore- und Offshore-Windkraftanlagen überschneiden. Durch den Kauf von Gamesa will der deutsche Technologiekonzern in diesem Bereich zum Weltmarktführer werden.

Der Siemens-Plan

Building Technologies

Die Gebäudetechnik-Sparte hat ihren Sitz im schweizerischen Zug und arbeitet schon länger vergleichsweise selbstständig. Auch in dieser Division geht es nicht mehr primär nur darum, einzelne Produkte zu verkaufen. Digitale Lösungen zum Beispiel für „Smart Homes“ sowie der Service spielen eine immer wichtigere Rolle.

Digital Factory

Die Digitale Fabrik ist derzeit die Vorzeigesparte von Siemens. Der Konzern ist Weltmarktführer bei Industrie-Software und -Automatisierung und baute die Position durch milliardenschwere Übernahmen aus. Vorstandschef Joe Kaeser brachte einen möglichen Börsengang eines „digitalen Industrieunternehmens“ ins Gespräch. Die Einheit hätte Dax-Format.

Power and Gas

Die Kraftwerkssparte ist mit zuletzt 16,5 Milliarden Euro Umsatz die größte Division von Siemens. Unter Druck ist die Branche wegen der niedrigen Ölpreise und Überkapazitäten bei großen Gasturbinen. Siemens-Chef Kaeser sicherte sich aber unter anderem einen Großauftrag aus Ägypten, der die Auslastung verbesserte. Auch bei der Profitabilität machte die Sparte zuletzt Fortschritte. Sie ist aber noch ein gutes Stück von früheren Spitzenwerten entfernt.

Mobility

Die Mobilitätssparte ist schon länger Kandidat für Veränderungen. Zwar hat Vorstandschef Kaeser sie aufgewertet zum Beispiel durch die Signaltechniksparte von Invensys. Doch war in den vergangenen Jahren immer wieder die Schaffung eines europäischen Zug-Champions etwa durch die Zusammenlegung mit den Zugaktivitäten von Alstom im Gespräch.

Healthineers

Die Siemens-Medizintechnik soll unter dem Namen Healthineers an die Börse kommen. Mit dem Sprung aufs Parkett wird frühestens im zweiten Halbjahr gerechnet. Die Mehrheit an dem profi‧tablen Geschäft will Siemens behalten. Die Verselbstständigung erhöht aber die Flexibilität, auch bei Übernahmen.

Wind Power and Renewables

Siemens und die spanische Gamesa legen gerade ihre Windkraft-Aktivitäten zu einem Weltmarktführer zusammen. Das Unternehmen mit Sitz in Spanien ist börsennotiert, Siemens hält die Mehrheit. Der Konzern erhöht die Schlagkraft in der sich konsolidierenden Branche . Auch ein späterer Ausstieg ist aber theoretisch einfacher möglich.

Von

dpa

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