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04.07.2011

01:10 Uhr

Gaza-Hilfe

Griechen wollen Palästina offiziell helfen

Geplante Hilfslieferungen in den Gazastreifen führten zum Streit zwischen Aktivisten und der israelischen Regierung. Nun versucht die griechische Regierung zu vermitteln. Einen Fan hat sie damit gewonnen.

Ein Schiff der griechischen Küstenwache (l.) neben einem Schiff der Aktivisten. Quelle: Reuters

Ein Schiff der griechischen Küstenwache (l.) neben einem Schiff der Aktivisten.

AthenIm Streit um eine internationale Hilfsaktion für den Gazastreifen hat Griechenland den Palästinensern Unterstützung angeboten.

Die Regierung in Athen sei bereit, das palästinensische Küstengebiet in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen mit Lebensmitteln und Medikamenten zu beliefern, erklärte Ministerpräsident Giorgos Papandreou am Sonntag. Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas habe das Angebot in einem Telefonat positiv bewertet und unterstütze es.

Griechenland hat zuletzt ein Schiff von Aktivisten gestoppt, das im Rahmen einer Flotille von einem seiner Häfen aus nach Gaza fahren wollte. Die Aktivisten haben für Montag einen neuen Versuch angekündigt. Das Nahost-Quartett aus UN, EU, USA und Russland hat die Regierungen am Mittelmeer aufgefordert, Flotillen dieser Art zu verhindern.

Vor mehr als einem Jahr hat Israel vor der Küste des Gazastreifens ein Schiff mit Hilfsgütern gewaltsam gestoppt, das die internationale Blockade des von der radikal-islamischen Hamas beherrschten Gebiets brechen wollte. Dabei wurden neun Türken getötet. Inzwischen strebt Abbas mit der Hamas eine Regierung der nationalen Einheit an.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Mike

04.07.2011, 02:29 Uhr

Unglaublich diese Scheinheiligkeit vom Papandreou !
Aber unsere amerikanischen Freunde wollen auch auch immer nur "helfen", wenn sie in fremde Länder einfallen.....

gerold

04.07.2011, 05:36 Uhr

In Gaza sind 25% der Frauen übergewichtig,es gibt pro Kopf 3 mal soviele Apotheken wie in Deutschland,die Kindersterblichkeit ist niedriger als in der Türkei,die Geburtenrate einer der höchsten der Welt und die Lebenserwartung ist in 110 Ländern niedriger.

Thomas-Melber-Stuttgart

04.07.2011, 08:58 Uhr

Zudem hat Griechenland gar keine eigenen Finanzmittel mehr für solche Aktionen.

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