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23.08.2014

14:50 Uhr

Gaza-Krieg

Ägypten fordert dauerhaften Gaza-Waffenstillstand

Ägypten hat Israel und die Palästinenser zu Verhandlungen und zu einer dauerhaften Waffenruhe im Gaza-Konflikt aufgerufen. Die Verhandlungen waren Anfang der Woche nach dem Bruch einer Feuerpause gescheitert.

Eine israelische Bombe schlägt im Gaza-Streifen ein: Dem Krieg sind seit Anfang Juli mehr als 2090 Palästinenser und 68 Israelis zum Opfer gefallen. AFP

Eine israelische Bombe schlägt im Gaza-Streifen ein: Dem Krieg sind seit Anfang Juli mehr als 2090 Palästinenser und 68 Israelis zum Opfer gefallen.

KairoÄgypten hat Israel und die Palästinenser zu weiteren Verhandlungen und zu einer dauerhaften Waffenruhe im Gaza-Konflikt aufgerufen. Die Mitteilung des Außenministeriums kam am Samstag kurz nach einem Treffen von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel-Fattah al-Sisi.

Die Verhandlungen der Konfliktgegner waren Anfang der Woche nach dem Bruch einer vorläufigen Feuerpause gescheitert. Dem Krieg sind seit Anfang Juli mehr als 2090 Palästinenser und 68 Israelis zum Opfer gefallen.

Chronik des Gaza-Konflikts (11.8.)

Erste Woche

8./9. Juli 2014: Nach massivem Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen fliegen israelische Kampfflugzeuge Dutzende Angriffe.

10./11. Juli: Militante Palästinensergruppen nehmen erstmals den internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv ins Visier.

15. Juli: Israel akzeptiert eine von Ägypten vorgeschlagene Feuerpause. Die Hamas lehnt ab.

Zweite Woche

17. Juli: Nach einer mehrstündigen Waffenruhe beginnt Israel eine Bodenoffensive, um die Infrastruktur der Hamas zu zerschlagen und deren Tunnel im Grenzgebiet zu zerstören.

21. Juli: Um zu vermitteln, treffen US-Außenminister John Kerry und Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon in Kairo ein.

23. Juli: Viele Fluggesellschaften stellen Flüge zum Ben-Gurion-Flughafen wegen des Raketenbeschusses aus dem Gazastreifen vorübergehend ein.

Dritte Woche

26./27. Juli: Eine zwölfstündige Waffenruhe tritt in Kraft. Eine Verlängerung lehnt die Hamas ab, die Angriffe gehen weiter.

30. Juli: Nach dem Beschuss einer UN-Schule im Gazastreifen mit 20 Toten hagelt es Kritik an Israel.

31. Juli: Uno-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay wirft Israel und der Hamas die Verletzung des humanitären Völkerrechts vor.

1. August: Eine Waffenruhe hält nur wenige Stunden. Israel beschuldigt die Hamas, einen Soldaten verschleppt zu haben. Für die Suche nach ihm weitet Israel seine Offensive aus.

3. August: Die Armee erklärt den gesuchten Soldaten für tot. Er sei bei Kämpfen ums Leben gekommen. Beim Beschuss einer Uno-Schule sterben nach palästinensischen Angaben mindestens zehn Menschen. Israel beginnt mit dem Abzug seiner Bodentruppen aus dem Gazastreifen.

Vierte Woche

4. August: Ein Anschlag in Jerusalem überschattet eine von Israel erklärte Feuerpause: Ein palästinensischer Baggerfahrer rammt einen Bus. Ein Passant stirbt, der Attentäter wird erschossen.

5. August: Mit Beginn einer dreitägigen Waffenruhe zieht Israel alle Bodentruppen aus dem Gazastreifen ab. Israelis und Palästinenser beginnen in Kairo Verhandlungen über eine dauerhafte Waffenruhe.

8. August: Nach Ablauf der Waffenruhe feuern militante Palästinenser wieder Raketen Richtung Israel, das mit Luftangriffen reagiert.

10. August: Eine weitere dreitägige Feuerpause tritt in Kraft.

Von

ap

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