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04.07.2011

01:34 Uhr

Gazastreifen

Hilfsflotte liegt noch nicht auf dem Trockenen

Die Organisatoren einer Hilfsflotte für den Gazastreifen geben nicht auf. Wie sie trotz Verbot auslaufen würden, steht in ihren Äußerungen nur zwischen den Zeilen. Andere Gruppen wollen Israels Flugverkehr stören.

Aktivisten vor der US-Botschaft in Athen. Quelle: dapd

Aktivisten vor der US-Botschaft in Athen.

Athen, JerusalemDie Organisatoren der geplanten Hilfsflotte für den Gazastreifen wollen trotz des Auslaufverbots der griechischen Behörden ihre Pläne nicht aufgeben, wie sie am Sonntag mitteilten.

Nach der Festnahme eines Kapitäns eines der Schiffe demonstrierten die Aktivisten vor der US-Botschaft in Athen. Sie verlangten, dass die USA Druck auf Griechenland ausüben, damit der amerikanische Kapitän freigelassen werde. Nach kurzer Zeit gaben sie ihren Plan, die Nacht vor der Botschaft zu verbringen, jedoch auf.

Die US-Botschaft teilte mit, man leiste dem Seemann dieselben konsularische Hilfe wie jedem US-Bürger, der sich an der Flotte beteiligt.

Der griechische Aktivist Dimitris Plionis sagte, es werde in der kommenden Woche einige Aktionen geben. Genauere Angaben machte er nicht. „Das Verbot besteht und wir haben schon gesagt, dass wir darüber nachdenken auszulaufen“, sagte er. „Die Geschichte ist noch nicht zu Ende.“

Den Schiffen stehe es frei andere Ziele als Gaza anzusteuern, sagte er. Unausgesprochen steht damit die Möglichkeit im Raum, dass die Schiffe andere Ziele angeben und nach Erreichen von internationalen Gewässern Kurs auf den Gazastreifen nehmen.

Aus Protest gegen die Festsetzung der Gaza-Hilfsflotte in Athen wollen weitere pro-palästinensische Gruppen eigenen Angaben zufolge Störungen im israelischen Luftverkehr provozieren. Mehrere Gruppen teilten am Sonntag mit, hunderte ihrer Mitglieder würden am kommenden Freitag nach Israel fliegen, um dort am internationalen Flughafen Ben Gurion Demonstrationen zu veranstalten.

Wie israelische Medien berichteten, wurden die dort ohnehin strengen Sicherheitsvorkehrungen weiter verschärft. Die Behörden äußerten sich zunächst nicht zu den Ankündigungen der in den USA und in Europa ansässigen Gruppen.

Von

dapd

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