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11.01.2005

17:40 Uhr

Geberkonferenz in Genf eröffnet

Spendenrekord in Deutschland

Die Deutschen haben mit mehr als 350 Millionen Euro für die Flutopfer in Asien einen neuen Spendenrekord aufgestellt. Nach Angaben des Deutschen Instituts für soziale Fragen (DZI) vom Dienstag handelt es sich um die größte Spendenaktion der Nachkriegszeit.

HB FRANKFURT. Der bisherige Spendenrekord von 350 Millionen Euro bei der Elbeflut im Jahr 2002 sei deutlich überschritten worden. Bundesaußenminister Joschka Fischer sicherte zum Abschluss seiner Reise durch die asiatischen Flutgebiete langfristige und umfassende Hilfe beim Wiederaufbau zu. „Wir sind Freunde, und wir werden helfen“, sagte er in Colombo, der Hauptstadt von Sri Lanka, vor seinem Rückflug nach Berlin.

Mit einem Appell, versprochene Hilfen schnell und verbindlich zur Verfügung zu stellen, eröffnete eine internationale Geberkonferenz in Genf. An dem eintägigen Treffen nahmen 250 Vertreter von Staaten und Hilfsorganisationen teil. Bis Ende des Monats werden nach UN-Angaben 977 Milliarden Dollar (743 Millionen Euro) für Not- und Aufbauhilfe gebraucht, bis Dienstag seien erst rund 300 Millionen bar eingegangen. Die Geberländer hatten zwei Milliarden Euro zugesagt, Deutschland will 500 Millionen Euro geben.

„Wir werden uns bei unserer Hilfe für die Flutopfer vor allem darauf konzentrieren, den ärmsten und am härtesten Getroffenen zu helfen, und das sind Frauen und Kinder“, sagte Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul. Zwei Millionen Menschen sind laut den Vereinten Nationen in den Flutgebieten auf Hilfe angewiesen. „Wir müssen einen Schlachtplan für die nächsten sechs Monate aufstellen und ihn ständig überarbeiten“, sagte die Sprecherin des UN-Welternährungsprogramms WFP, Bettina Lüscher, in einem dpa-Gespräch.

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