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15.03.2004

15:42 Uhr

Gedenkminuten für Terroropfer von Madrid

Europa trauert

Um Punkt zwölf Uhr haben am Montag Menschen in ganz Europa in Schweigeminuten der Terroropfer von Madrid gedacht. Vor Botschaften und Konsulaten, auf öffentlichen Plätzen, in Behörden und Unternehmen verharrten sie in stiller Anteilnahme - so auch in Deutschland. Radio- und Fernsehsender unterbrachen ihr Programm.

HB BERLIN/MADRID. Die Initiative ging von dem amtierenden irischen EU-Ratsvorsitzenden Bertie Ahern aus. Er hatte ganz Europa zu einem Zeichen der Solidarität aufgerufen.

In den nordeuropäischen Hauptstädten stand der Verkehr komplett still. In mehreren deutschen Städten unterbrachen Bahnen und Busse ihre Fahrt für eine bis drei Minuten, zum Beispiel in Hamburg, Leipzig und Nürnberg. Vielerorts läuteten die Kirchenglocken als Zeichen der Anteilnahme, so etwa die der Dresdener Frauenkirche, die 1945 durch Bomben zerstört worden war. In Madrid ruhte das öffentliche Leben sogar für 20 Minuten.

Vor der spanischen Botschaft in Berlin versammelten sich rund 100 Menschen, um drei Schweigeminuten lang innezuhalten. Bei Opel standen an alle europäischen Standorten die Bänder still, ebenso bei Porsche und Bosch in Deutschland. Aber nicht überall ließ man die Tätigkeiten ruhen: In großen Bahnhöfen wie Frankfurt/Main und Köln eilten die Menschen wie üblich zu den Zügen.

In Brüssel schwiegen Hunderte von Mitarbeitern der europäischen Institutionen sowie Passanten drei Minuten lang am zentralen Schuman- Platz im Europaviertel. Auch EU-Kommissionspräsident Romano Prodi nahm teil. Still wurde es auch auf dem größten europäischen Flughafen London-Heathrow. Im Vatikan in Rom zelebrierte der Papst eine Messe für die Opfer. An den deutsch-polnischen Grenzübergängen ruhte vorübergehend der Verkehr.

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