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15.07.2013

08:38 Uhr

„Gefährliches Zeichen“

Chinas Wachstum sinkt auf tiefsten Stand seit 20 Jahren

China hat auch im fünften Quartal in Folge mit einem sinkenden Wirtschaftswachstum zu kämpfen. Der aktuelle Stand ist so niedrig wie seit mindestens 20 Jahren nicht mehr. Analysten sind in Sorge um den Giganten.

Eine chinesische Landesfahne weht in Peking vor einem Hochhaus: Die neuen Wirtschaftsdaten alarmieren die Experten. dpa

Eine chinesische Landesfahne weht in Peking vor einem Hochhaus: Die neuen Wirtschaftsdaten alarmieren die Experten.

PekingDas chinesische Wirtschaftswachstum ist auf den tiefsten Stand seit 1991 gefallen. Das Plus betrug im abgelaufenen Quartal 7,5 Prozent. Das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als in den ersten drei Monaten des Jahres, wie das Statistikamt in Peking am Montag mitteilte. Abgeschwächt haben sich demnach die Industrieproduktion, die Investitionstätigkeit sowie weitere wichtige Indikatoren.

Es ist das fünfte Quartal in Folge, in dem sich die Konjunktur der der weltweit zweitgrößten Wirtschaftsmacht abschwächt. „Das ist ein gefährliches Zeichen“, sagte der Analyst von IHS Global Insight, Xianfang Ren, der Nachrichtenagentur AP in Peking.

Als Ziel für das Gesamtjahr 2013 hat die neue kommunistische Führung ein Wirtschaftswachstum von 7,5 Prozent ausgegeben. Die jüngste Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) sagt dem Land ein Konjunkturplus von 7,8 Prozent voraus. Im April hatte die IWF-Schätzung aber noch bei 8,1 Prozent gelegen.

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Die abgekühlte chinesische Konjunktur hat merkliche Auswirkungen auf den Rest der Welt. So haben sich etwa die Preise für wichtige Rohstoffe wie Eisenerz zuletzt abgeschwächt. Auch die deutsche Exportindustrie, für die China ein wichtiger Absatzmarkt ist, muss sich womöglich auf weniger starke Zuwächse einstellen als zuletzt.

Statistikamt-Sprecher Sheng Laiyuan sagte in Peking: „Die großen Indikatoren sind in dem von uns angestrebten Bereich, aber wir haben es mit einer komplexen Lage zu tun.“ Vorrangiges Ziel sei es, „Restrukturierung zu fördern“ und mehr aus der „treibenden Kraft“ des Marktes zu machen.

Die chinesische Regierung geht derzeit gegen einen Kredit-Boom vor und hat auch eine Reihe von Reformen angekündigt. Sie strebt ein nachhaltigeres, vom heimischen Konsum angetriebenes Wachstum anzustreben anstelle eines durch aggressive Exporte und Investitionen.

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Von

ap

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

15.07.2013, 09:42 Uhr

Wo sollen sie denn ständig auch hinwachsen bitte? Das sind doch vollkommen kranke Entwicklungen....wachsen ohne aufzuhören, zehren und an anderen Stellen weiterspriesen....das kenne ich so nur von Tumoren.

Account gelöscht!

15.07.2013, 09:56 Uhr

Wer über die Jahre hinweg die chinesischen Daten glaubte, der glaubt auch den US-Amerikanischen (oder unsrigen). Die Welt läuft nur noch im Schneeball-Betrieb - sich mit wirtschaftlichen "Daten" im Detail auseinanderzusetzen ist Zeitverschwendung.

Kartenhaus

15.07.2013, 09:56 Uhr

Nur 0,2 PP weniger bei dem Exporteinbruch? Das ist schon sehr unwahrscheinlich.

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