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23.05.2013

08:12 Uhr

Gefangenenlager Guantanámo

Obama will Schließung des Lagers vorantreiben

US-Präsident Obama will weitere Insassen des Gefangenenlagers Guantánamo in andere Staaten zu überstellen. Experten erwarten aber, dass er bei der angekündigten Schließung des Lagers auf kräftigen Gegenwind treffen wird.

Derzeit sind noch 166 Terrorverdächtige in dem Lager Guantanámo interniert. ap

Derzeit sind noch 166 Terrorverdächtige in dem Lager Guantanámo interniert.

WashingtonUS-Präsident Barack Obama will nach einem Zeitungsbericht die versprochene Schließung des Gefangenenlagers Guantánamo vorantreiben. Die Regierung in Washington wolle neuerlich damit beginnen, Insassen in andere Staaten zu überstellen, berichtete das „Wall Street Journal“ am Mittwoch in seiner Internetausgabe unter Berufung aus Regierungsbeamte.

So wolle Obama innerhalb der kommenden Wochen den Transfer von Gefangenen aus dem Jemen in ihr Heimatland wieder erlauben, der vor einigen Jahren aus Sicherheitsgründen gestoppt worden war. Damals wurde befürchtet, dass die Entlassenen in dem arabischen Land vom Terrornetzwerk Al-Kaida rekrutiert werden.

Bis 2011 waren mehr als 600 Gefangene in andere Staaten überstellt worden, so auch nach Deutschland. Danach machten neue, vom Kongress verabschiedete Regeln die Entlassung schwieriger. Seitdem konnten nur fünf Häftlinge die Anlage auf Kuba verlassen, schreibt die Zeitung.

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Derzeit sind noch 166 Terrorverdächtige in dem Lager interniert. Mehr als 100 davon befinden sich nach Berichten im Hungerstreik, viele seit mehreren Monaten. Anwälte der Häftlinge meinen, die Verzweiflung ihrer Mandaten werde immer größer. Nach elfeinhalb Jahren hinter Gittern, mehrheitlich ohne Anklage und oder Prozess, mache sich Hoffnungslosigkeit und Wut breit.

Obama hatte erst kürzlich wieder sein Wahlversprechen von 2008 bekräftigt, das Lager zu schließen. Experten aber erwarten, dass er dabei auf sehr starken Widerstand aus dem Kongress treffen wird.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Hagbard_Celine

23.05.2013, 08:31 Uhr

Die Welt will das Lager geschlossen sehen und das amerikanische Volk ebenfalls, nur Amerikas Oligarchen nicht. Die würden am liebsten noch ein Dutzend bauen und das nächste Land im mittleren Osten überfallen.

Amerika ist keine Demokratie mehr, oder wie Al Gore es ausdrückte "our democracy has been hacked,....., the level of influence of big money on politics is at extremely unhealthy levels" .

undertaker

23.05.2013, 09:35 Uhr

Obama ist oberster Chef eines Folter-KZ´s, bei dem Menschen aus aller Welt ohne Anklage oder Rechtsbeistand nach gutdünken festgehalten werden, vom Töten durch Drohnen in anderen Ländern mal ganz abgesehen.
Dies sind schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit und niemand rührt sich.
Wo sind denn da unsere Freunde der Menschenrechte, die gegen den russischen Presidenten Putin, wegen der Festnahme der drei Krawall-Gören, so eifrig demonstrierten ??
Diese moralische Verlogenheit unseres Systems ist niemandem mehr zu vermitteln.

RumpelstilzchenA

23.05.2013, 10:18 Uhr

....und der hat auch noch den Friedenspreis!!!!!

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