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23.07.2015

19:09 Uhr

Gefechte an der syrischen Grenze

Türkische Armee bestätigt zwei Tote

Der IS-Terror macht vor Grenzen nicht halt. In der türkischen Provinz Kilis an der türkisch-syrischen Grenze kam es zu Gefechten zwischen IS-Anhängern und der türkischen Armee. Dabei wurden zwei Soldaten getötet.

An der Grenze zwischen Syrien und der Türkei kommt es immer wieder zu Gefechten zwischen der türkischen Armee und IS-Anhängern. dpa

Gefährliche Grenze

An der Grenze zwischen Syrien und der Türkei kommt es immer wieder zu Gefechten zwischen der türkischen Armee und IS-Anhängern.

IstanbulBei Gefechten in der türkischen Provinz Kilis an der Grenze zu Syrien sind ein Soldat und ein Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) getötet worden. Die türkischen Streitkräfte bestätigten am Donnerstag in einer Erklärung entsprechende Medienberichte. Vier weitere Soldaten seien verletzt worden. Das Feuer sei von syrischer Seite von IS-Kämpfern eröffnet worden, erklärte die Armee weiter. Das Militär habe daraufhin einen IS-Kämpfer erschossen und die Waffen des Toten beschlagnahmt. Drei Fahrzeuge der Milizen seien beschädigt worden.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigte einen Zusammenstoß zwischen türkischen Soldaten und dem IS. Wer das Feuer eröffnet hat, konnte sie jedoch nicht sagen.

Türkischer Premier Erdogan kämpft an mehreren Fronten

Korruptionsaffäre

Die Türkei wird seit Mitte Dezember 2013 von einem Korruptionsskandal erschüttert. Die Ermittlungen erstreckten sich auch auf die Familien von Ministern. Es folgte eine „Säuberungswelle“ in Polizei und Justiz, bei der Hunderte Beamte zwangsversetzt wurden.

Proteste

Die Protestbewegung gegen die Regierung dauert im Sommer 2013 wochenlang an. Im Mai räumen Polizisten mit einem brutalen Einsatz ein Protestcamp im Istanbuler Gezi-Park. Es folgen weitere Zusammenstöße auch in anderen Städten. Es gibt Festnahmen und Tote.

Ergenekon-Prozess

Ein Geheimbund namens „Ergenekon“ soll versucht haben, die islamisch-konservative Regierung zu stürzen. Viele der mehr als 270 Beschuldigten müssen für Jahrzehnte ins Gefängnis - darunter Militärs, Politiker, Journalisten und Akademiker.

Alkoholgesetz

Ein umstrittenes Alkoholgesetz tritt im September 2013 in Kraft. Unter anderem ist der Verkauf von Alkohol nach 22.00 Uhr verboten. Die Regierung beschränkt zudem die Werbung für Alkohol. Der Widerstand gegen das Gesetz kommt von Türken, die Erdogan eine Islamisierung des Landes vorwerfen.

Wohnen

Erdogans Kritik an gemeinsamen Studentenheimen für Frauen und Männer löst Ende 2013 Kritik aus. Regierungspolitiker kündigen laut Medienberichten an, gegen gemischte Häuser vorzugehen. Oppositionelle kritisieren eine Einmischung in Privatangelegenheiten.

Von

dpa

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