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27.07.2014

16:00 Uhr

Gefechte behindern Experten

Ukraine will MH17-Unglücksstelle zurückerobern

Heftige Panzergefechte in der Ostukraine: Knapp zwei Wochen nach dem mutmaßlichen Abschuss von MH17 werden westliche Experten daran gehindert, die Unglücksstelle zu untersuchen.

Prorussische Separatisten fahren mit einem Panzer durch Donezk. Internationale Experten müssen sich vor den drohenden Gefechten in Sicherheit bringen. AFP

Prorussische Separatisten fahren mit einem Panzer durch Donezk. Internationale Experten müssen sich vor den drohenden Gefechten in Sicherheit bringen.

KiewDie internationalen Bemühungen um Zugang zur Absturzstelle vom Flug MH17 in der Ostukraine haben einen schweren Rückschlag erlitten. Zwar erreichten die Niederlande und Malaysia Absprachen mit den prorussischen Separatisten, Experten an die Unglücksstelle zu lassen. Doch am Sonntag brachen dort heftige Panzergefechte aus. Die ukrainische Armee versuchte nach Angaben aus Kiew, die Absturzstelle der malaysischen Boeing 777-200 bei Grabowo von den Aufständischen zu erobern. Beim mutmaßlichen Abschuss der Zivilmaschine waren am 17. Juli 298 Menschen ums Leben gekommen.

„Wegen Kämpfen in dem Gebiet ist die Lage vorläufig zu instabil, um sicher an der Absturzstelle zu arbeiten“, teilte die niederländische Regierung in Den Haag mit. Zehn Tage nach dem Absturz der Boeing der Malaysia Airlines über der Ostukraine sollten 30 forensische Experten erstmals in das Gebiet fahren, um dort mögliche weitere Opfer zu bergen. Verhandlungen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) mit den Aufständischen hätten dies ermöglicht, hatte es zuvor geheißen.

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Das Team soll sich nun in der Stadt Donezk befinden - zusammen mit Vertretern von OSZE, Australiens und Malaysias. Die Regierung in Den Haag beriet am Sonntagnachmittag über den Einsatz einer bewaffneten Polizeieinheit, die die Bergung der Opfer und die Untersuchung der Absturzursache absichern soll. Die bislang geborgenen Toten waren in einer Luftbrücke bis Samstag nach Eindhoven ausgeflogen worden. Ein erstes Opfer, ein Mann aus den Niederlanden, konnte gerichtsmedizinisch identifiziert werden.

Aus der Stadt Tores nahe der Absturzstelle wurden am Sonntag Granateinschläge gemeldet. „Die Leute suchen Zuflucht in den Kellern“, schrieb der Fotojournalist Pierre Crom auf Twitter. Die ukrainische Armee wie die Separatisten setzten Panzer ein. Bei Kämpfen in der Stadt Gorliwka nördlich von Donezk kamen nach Regierungsangaben 13 Menschen ums Leben. Darunter seien zwei Kleinkinder, erklärte die Regionalverwaltung am Sonntag. Ein ukrainischer Militärsprecher hatte zuvor von Angriffen prorussischer Separatisten mit Raketenwerfern auf Wohnviertel in Gorliwka berichtet.

Kommentare (1)

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Herr Joachim Scholz

28.07.2014, 13:07 Uhr

I sist schon tarurig was hier Abgeht, die ganze Zeit wird von allen Medien (einschl. Hnadelsblatt) mit dem Finger auf den "boesen" Russen gezeigt, dabei weiss die halbe Welt in der Zwischenzeit, das US NULAND, KERRY die Vrebrcher Poroschenko, Timoschenko, Klitschko usw. hinter all diesem Elend was huete in der Ukraine ist stehen, dieser Abschaum der Menschheit daran noch verdiehnt, denn auch der "Oligarch" Poroschenko besitzt Waffenschmieden die er dem Ukrainschen Volk gestohlen hat. Ich bewundere Putin, das er immer noch "still" haelt und sich dieses ganze Luegengeschrei anhoert. Aber die Starfe wird kommen, und ich hoffe das es den Amis diesmal wirklich "weh" tut, das sie entlich einmal spuehren was sie anderen schon seid Jharzehnten antun.

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