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04.03.2013

08:06 Uhr

Gegen die Deflation

Japans neuer Notenbankchef will lockere Geldpolitik forcieren

Der designierte neue Chef der japanischen Zentralbankchef, Haruhiko Kuroda, will die lasche Geldpolitik seines Vorgängers fortsetzen. Um die Deflation zu stoppen, soll die Notenpresse noch schneller laufen.

Designierter Notenbankchef Kuroda: „Alles tun wird, um gegen die Deflation vorzugehen“ Reuters

Designierter Notenbankchef Kuroda: „Alles tun wird, um gegen die Deflation vorzugehen“

TokioDer mögliche neue Chef der japanischen Notenbank will im Kampf gegen Deflation und Konjunkturflaute wie erwartet die Notenpresse schneller rotieren lassen. Zur weiteren Lockerung der Geldpolitik müsse die Zentralbank eine höhere Zahl an Anleihen kaufen, sagte Haruhiko Kuroda, derzeit Präsident der Asiatischen Entwicklungsbank, am Montag bei einer Anhörung vor dem Unterhaus des Parlaments. Umfang und Art der Anleihen, die die Bank derzeit erwerbe, reiche nicht aus, um das Inflationsziel von zwei Prozent zu erreichen. Daher müssten auch langlaufende Staatsanleihen ins Auge gefasst werden. „Die Bank von Japan muss ganz klar kommunizieren, dass sie alles tun wird, um gegen die Deflation vorzugehen.“

Mit den Aussagen wird Kuroda, der wie Ministerpräsident Shinzo Abe Fan einer laxen Geldpolitik ist, den Erwartungen gerecht. Die japanische Regierung nominierte ihn in der vergangenen Woche als neuen Chef der Nationalbank. Das Land ist seit langem in der Deflationsfalle aus sinkenden Preisen und abnehmenden Investitionen gefangen.

Der derzeitige Gouverneur der Bank von Japan, Masaaki Shirakawa, scheidet am 19. März aus dem Amt. Sein Nachfolger muss von beiden Kammern des Parlaments bestätigt werden. Die regierenden Liberaldemokraten haben die Mehrheit im Abgeordnetenhaus, im Senat sind sie aber auf Unterstützung der oppositionellen Demokratischen Partei angewiesen.

Den Aktienmärkten hat die Aussicht auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik zu Wochenbeginn Auftrieb gegeben. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gewann 0,3 Prozent auf 11.643 Punkte. Zu den Gewinnern gehörten Immobilien- und Finanzwerte.

Kommentare (1)

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Smokie2013

04.03.2013, 09:28 Uhr

Die Challenger beschleunigt also weiter. Den Astronauten geht es "bisher gut".

Geldentwertung ist auch eine Arbeitsentwertung. Vielleicht wird es Zeit, sich von der Arbeit zu verabschieden. Bauernhöfe erscheinen auch mir langsam als immer bessere Kapitalanlage.

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