Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.01.2012

08:58 Uhr

Geheimdienst

Angeblicher CIA-Agent im Iran zum Tode verurteilt

Im Iran ist ein angeblicher Spion des US-Geheimdienstes CIA zum Tode verurteilt worden. Der Vorwurf an den iranisch-stämmigen US-Bürger: „Zusammenarbeit mit einem feindlichen Land und Spionage für die CIA“.

Iranisches TV-Bild vom angeblichen CIA-Spion Amir Mirsai Hekmati. AFP

Iranisches TV-Bild vom angeblichen CIA-Spion Amir Mirsai Hekmati.

Teheran Der iranisch-stämmige US-Bürger Amir Mirsai Hekmati sei der Spionage für die CIA schuldig befunden worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Die Todesstrafe gegen den 28-Jährigen, dessen Festnahme Mitte Dezember bekannt gegeben worden war, wurde demnach vom Revolutionsgericht in Teheran verhängt. Gegen das erstinstanzliche Urteil können noch Rechtsmittel eingelegt werden.

Im Dezember war im Staatsfernsehen ein Video mit einem angeblichen Geständnis des Ex-US-Soldaten gezeigt worden. Darin habe Hekmati ausgesagt, vom US-Geheimdienst hereingelegtworden zu sein, berichtete Fars. Sein Auftrag sei es gewesen, den iranischen Geheimdienst zu unterwandern, um Informationen an die CIA zu liefern. Unter welchen Bedingungen das Video aufgezeichnet wurde, war nicht klar. Die Staatsanwaltschaft wertete das Geständnis als klaren Beweis für Hekmatis Schuld und forderte die Höchststrafe. Die US-Regierung hatte die Vorwürfe als falsch zurückgewiesen und seine sofortige Freilassung gefordert.

Die Führung in Teheran meldet regelmäßig die Festnahme von «Spionen», die für die USA oder Israel arbeiten sollen. In der Regel werden dabei keine genauen Angaben dazu gemacht, was ihnen genau vorgeworfen wird. Die Beziehungen zwischen dem Iran und den USA hatten sich zuletzt weiter verschlechtert, nachdem der Iran mit einer Blockade der für internationale Öltransporte wichtigen Meerenge von Hormus gedroht hatte. Die USA und andere westliche Staaten haben in der Region Kriegsschiffe stationiert.

Von

afp

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Petersnr1

09.01.2012, 15:26 Uhr

"Unter welchen Bedingungen das Video aufgezeichnet wurde, war nicht klar. ......"

Na, da können wir doch mal bei unseren Freunden, den USA, nachfragen. Die kennen sich doch bestens aus mit Folter etc.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf "Zum Home-Bildschirm"

Auf tippen, dann "Zum Startbildschirm hinzu".

×