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26.10.2013

03:51 Uhr

Geheimdienstaffäre

Frankreich soll USA Informationen liefern

Der Abhörskandal in Europa zieht weite Kreise: Neben den Briten sollen auch Frankreich, möglicherweise auch Israel, Schweden und Italien mit amerikanischen Geheimdiensten kooperiert haben, heißt es in Medienberichten.

Nichts ist sicher vor den US-Geheimdiensten - auch nicht das Handy von Bundeskanzlerin Angela Merkel. dpa

Nichts ist sicher vor den US-Geheimdiensten - auch nicht das Handy von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

BerlinFrankreich arbeitet laut Medienberichten mit amerikanischen und britischen Geheimdiensten zusammen und liefert ihnen systematisch Informationen.

Unter dem Codenamen "Lustre" habe die Regierung in Paris vor einiger Zeit ein sogenanntes Drittparteiabkommen mit dem Geheimdienstbündnis "Five Eyes" geschlossen, dem neben den USA und Großbritannien auch Neuseeland, Kanada und Australien angehören, wie die "Süddeutsche Zeitung" (Samstagsausgabe) und der NDR berichteten.

Sie berufen sich dabei auf Dokumente des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden.

Den Berichten zufolge haben neben Frankreich auch Israel, Schweden und Italien einen ähnlichen Kooperationsvertrag mit dem britischen und amerikanischen Geheimdienst geschlossen.

Frankreichs Präsident François Hollande hatte die Enthüllungen über umfassende US-Spionageaktivitäten in Frankreich scharf kritisiert. Berichte über die Aktivitäten der NSA sorgen schon seit Monaten für Empörung.

Am Mittwoch wurde bekannt, dass der US-Geheimdienst womöglich auch das Telefon von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ausspähte. Das Thema überschattete den EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag.

Von

afp

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