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21.11.2011

13:31 Uhr

Geheimdienste

Weitere Hinweise auf iranisches Atomprogramm

Satellitenaufnahmen legen nahe, dass iranische Atomforscher offenbar ihre Spuren verwischen wollen. Die Bilder zeigen erhöhtes Verkehrsaufkommen rund um die verdächtige Anlage südwestlich von Teheran.

Das Gebäude der IAEA in Wien. dapd

Das Gebäude der IAEA in Wien.

WienDie Hinweise auf eine militärische Dimension des iranischen Atomprogramms verdichten sich. Anfang des Monats hatte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) Teheran in einem Bericht verdächtigt, geheime Experimente zum Bau von Nuklearwaffen durchzuführen. Jetzt haben die Geheimdienste mehrerer IAEA-Mitgliedstaaten nachgelegt.

Satellitenaufnahmen zeigten eine erhöhte Aktivität rund um eine Anlage, die Versuchen zum Bau von Atomwaffen dienen soll, sagten Gewährspersonen der Nachrichtenagentur AP. Offenbar versuche Teheran, das Gelände zu räumen und die Spuren der mutmaßlichen Experimente zu verwischen.

Die Bilder stammten vom 4. und 5. November und zeigten ein ungewöhnlich hohes Verkehrsaufkommen rund um die Anlage Parchin südwestlich der Hauptstadt Teheran, sagten Gewährsleute aus drei Mitgliedstaaten der IAEA unter Berufung auf die Geheimdienste ihrer Heimatländer. In dem Bericht vom 8. November hatte die IAEA nahe gelegt, dass iranische Wissenschaftler eine Metallkammer in Parchin für experimentelle Sprengungen im Zusammenhang mit einem militärischen Atomprogramm nutzten.

„Es wurden Lastwagen, Sattelschlepper und Kräne beobachtet“, hieß es in dem Bericht über die Satellitenbilder, der der AP vorliegt. „Ausrüstung und gefährliches Material wurde abtransportiert.“ Während eine Gewährsperson die erhöhte Aktivität als deutlichen Hinweis wertete, dass Iran die Spuren eines militärischen Atomprogramms zu verwischen versuche, erklärten seine Kollegen aus anderen IAEA-Staaten, dieser Schluss könne nicht eindeutig gezogen werden.

Die IAEA äußerte sich nicht zu den jüngsten Vorwürfen. Der iranische Vertreter bei der Organisation, Ali Asghar Soltanieh, bezeichnete den Bericht als „kindische Geschichte“ und nannte die Anschuldigungen „lächerlich“.

Kommentare (9)

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Fritz

21.11.2011, 15:48 Uhr

Wenn der Iran nicht bereit ist sein gesamtes Atomprogramm dokumentativ und an Ort und stelle zu offenbaren und weiter nur vertuschen und verbergen will , sollte ein Überraschungsangriff alle zweifelhaften anlagen "abschalten "
der Iran versucht nur zeit zu gewinnen um seine Atompolitik gegen Israel einzusetzen .

Account gelöscht!

21.11.2011, 15:53 Uhr

Ich werde den Verdacht nciht los, dass dieses Gegeifer gegen den Iran Gründe hat.
Man will einen Grund um den Iran anzugreifen und auf Sciht würde ein US- und Israel-Angriff auf den Iran ein 3. WK
Ist das gewollt?
Ich glaube ja.
Danach redet keiner mehr von Finanzkrise, denn dann haben wir alle wieder zu tun, alles aufzubauen
Es war ind er Gescichte immer so, wenn die Krisen zu groß werden udn ncihts mehr geht, macht man Krieg
Schrecklich, allein die Vorstellung

Account gelöscht!

21.11.2011, 16:01 Uhr

Auch dieser Link dazu dürfte interessant sein

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/michael-morris/hyperinflation-2-12-.html;jsessionid=64632CC3405D944E794DD74810A221FF

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