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22.12.2013

21:37 Uhr

Geheimes Milliardenbudget

CIA hilft Kolumbien beim Kampf gegen FARC

Laut eines Zeitungsberichts unterstützt die CIA die kolumbianische Regierung bei ihrem Kampf gegen die Guerillaorganisation FARC. Das geheime Budget dafür soll mehrere Milliarden Dollar schwer sein.

Jedes Jahr nehmen Elite-Polizisten und Soldaten aus Zentral-Amerika am sogenannten Jungla International Course (Archivfoto vom 26. November) teil: Die CIA soll die kolumbianische Regierung insgeheim unterstützen. Reuters

Jedes Jahr nehmen Elite-Polizisten und Soldaten aus Zentral-Amerika am sogenannten Jungla International Course (Archivfoto vom 26. November) teil: Die CIA soll die kolumbianische Regierung insgeheim unterstützen.

WashingtonDer US-Geheimdienst CIA unterstützt laut eines Presseberichts die kolumbianische Regierung bei ihrem Kampf gegen führende Mitglieder der linksgerichteten Guerillaorganisation FARC. Die CIA betreibe ein geheimes Programm, das mit einem geheimen Budget aus mehreren Milliarden Dollar finanziert werde, berichtete die „Washington Post“ am Sonntag. Mit Hilfe dieses Programms sei etwa die Nummer zwei der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC), Raúl Reyes, bei einem Luftangriff in Ecuador im März 2008 getötet worden.

Dem Bericht zufolge liefert die CIA den kolumbianischen Behörden zum einen Informationen über Aufenthaltsorte von Anführern der FARC. Zum anderen liefere der Geheimdienst GPS-Ortungssysteme, mit deren Hilfe Luftangriffe präzisiert werden können. Aufgrund dieser US-Informationen sei Reyes 2008 in Ecuador aufgespürt und getötet worden, berichtete die „Washington Post“, die für ihren Bericht nach eigenen Angaben mehr als 30 aktive oder ehemalige ranghohe Behördenvertreter aus den USA und Kolumbien befragte.

Genehmigt worden sei diese Zusammenarbeit vom damaligen US-Präsidenten George W. Bush Anfang der 2000er Jahre, berichtete die Zeitung. Das CIA-Programm hat demnach nichts mit dem im Jahr 2000 gestarteten Plan Kolumbien der USA zu tun, der überwiegend Militärhilfe beinhaltet.

Die 1964 im Kampf gegen Großgrundbesitzer gegründete FARC ist die größte Guerillaorganisation in Kolumbien. Sie zählt derzeit noch rund 8000 Kämpfer. Im Konflikt mit Regierungstruppen und Paramilitärs wurden in den vergangenen fünf Jahrzehnten bis zu 600.000 Menschen getötet. Etwa drei Millionen weitere wurden vertrieben. Seit November 2012 führen die Regierung und die FARC Friedensverhandlungen.

Von

afp

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