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15.05.2014

09:59 Uhr

„Geheimnisverrat“

China geht hart gegen kritische Journalistin vor

China übt erneut Druck auf die Presse aus: Die 70-Jährige Journalistin Gao Yu wurde festgenommen und musste im Staatsfernsehen ein Geständnis ablegen. Zeitgleich wurde ein Verleger zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Die Autorin Gao Yu wurde in China wegen Geheimnisverrats festgenommen. ap

Die Autorin Gao Yu wurde in China wegen Geheimnisverrats festgenommen.

PekingMit einer hohen Haftstrafe gegen einen Hongkonger Verleger und der Festnahme einer Journalistin demonstriert China eine harte Hand gegen Kritiker. Einen Monat vor dem 25. Jahrestag der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung am 4. Juni 1989 wurde die kritische Autorin Gao Yu wegen „Geheimnisverrats“ festgenommen.

Die 70-jährige wurde am Donnerstag sogar im Staatsfernsehen mit einem Geständnis vorgeführt. Die Journalistin, die in den 1990er Jahren schon sechs Jahre in Haft gesessen hatte, schrieb für ausländische Medien wie den chinesischen Dienst der Deutsche Welle.

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Eine Haftstrafe von zehn Jahren verhängte ein Gericht in der Stadt Shenzhen gegen den Hongkonger Verleger Yao Wentian, der ein kritisches Buch über Staats- und Parteichef Xi Jinping herausbringen wollte. Sein Anwalt Ding Xikui berichtete der Nachrichtenagentur dpa, dem 73-Jährigen sei „Schmuggel“ vorgeworfen worden.

Laut Medienberichten soll der Verleger über die Grenze von Hongkong ins benachbarte Shenzhen gelockt worden sein, wo er im Oktober festgenommen wurde. Schon vorher sei ihm wegen seiner Mitarbeit an dem Buch des im US-Exil lebenden Bürgerrechtlers Yu Jie mit dem Titel „Chinas Pate Xi Jinping“ gedroht worden, berichtete der US-Sender Radio Free Asia (RFA).

Von

dpa

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

08.05.2014, 11:26 Uhr

Wo man auch hinschaut ist heutzutage die Meinungsfreiheit unter Druck. Dort wo man es schon immer wußte, wie in China, aber auch hier im "freien" Westen, wo die Unterdrückung der Pressefreiheit bzw. Meinungsfreiheit nur subtiler durchgeführt wird oder zumindest in der Vergangenheit subtiler durchgeführt wurde - denn auch bei uns werden die Methoden immer direkter und damit auch durchschaubarer.

Immer mehr Leser "entgleiten" der Propaganda der "meinungsbildenden" JournaillistInnen, die auf diesen Liebesentzug zunehmend repressiver (und depressiver?) reagieren.

Darüber macht macht sich übrigens auch schon der deutsche Ableger einer großen chinesischen Onlinezeitung lustig:

Deutsche Medien in der Krise: Hilfe, unsere Leser sind Rechtspopulisten!
http://german.people.com.cn/209052/8621193.html (People’s Daily Online)

"Wer dieser Tage wissen will, was in Deutschland los ist, der liest gar nicht mehr die Artikel der Online-Medien, sondern gleich die Kommentare der Leser, die unter den Artikeln stehen – sofern diese noch da stehen, denn meistens werden sie gelöscht, oder die Kommentarfunktion abgeschaltet. Die deutschen Medien wissen nicht mehr, wie sie der täglich wachsenden Kritik seitens ihrer Leserschaft begegnen sollen – und beharren deshalb umso stärker auf ihren Ansichten."

Account gelöscht!

08.05.2014, 11:33 Uhr

Nachtrag: Warum in die Ferne schweifen (China), wo die Meinungsunterdrückung doch so nahe ist (EUdSSR).

Die Junta in Brüssel bereitet schon neue Maulkorb-Gesetze vor:

http://krisenfrei.wordpress.com/2014/04/26/orwell-lebt-gedankenverbrechen-1984-und-2014/
-> in der ganze EU werden Gesinnungsverbrechen eingeführt!

EU schafft Meinungsfreiheit ab (aus 2013):
http://www.europnews.org/2013-10-15-eu-beginnt-nun-offiziell-mit-dem-verbot-der-meinungsfreiheit.html

Gesinnungsfaschisten im sozialistischen Musterland Schweden sind schon weiter (ab 2015: Gesinnungspolizei):
http://indexexpurgatorius.wordpress.com/2014/04/23/meinungspolizei-wird-realitat/
“Ich glaube nicht, dass es sehr viele Verfolgungen und Verhaftungen geben werde, da schon die Ersten ein Signal setzen werden. Und über das Internet wird sich dieses Signal so schnell verbreiten, wie in einem gesetzlosen Land, dass der Sheriff wieder in der Stadt ist.” sagte Norlen in seiner Rede vor dem Parlament.

Ich glaube Mao hat das Gleiche präzisierer ausgedrückt (sinnbemäß): "einem den Kopf abschlagen erzieht Tausende.

Man sieht, die Konvergenz der Systeme, die viele damals bei der Öffnung Chinas erwartet hatten, findet tatsächlich statt. Nur leider in die falsche Richtung.

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15.05.2014, 10:28 Uhr

Wenn man im Glashaus sittzt, sollte man net mit Steinen werfen.

Unsere Medien sind doch 1:1 genau so "ausgerichtet, wie die in China. Denn wer berichtet denn:
- von den Montags-Demos,
- oder dass man Herrn Wulff wegen seinem ESM-Widerstand abgeschlachtet hat ?

Also immer schön auf dem Teppich bleiben. Eine objektive Information bekommt man NUR aus dem Internet. Die Print-Medien und die beschnittenen TV-Sender informieren uns genau so offen, wie die Presse in china.

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