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09.03.2012

19:59 Uhr

Geiselnahme in Nigeria

Rom und London in diplomatischer Krise

Die misslungene Befreiung einer italienischen und britischen Geisel hat zu einer Krise zwischen Rom und London geführt. Bei einer Militäraktion in Nigeria wurden die beiden Ingenieure verschleppt und getötet.

Die Hauptverdächtigen in Nigeria sollen festgenommen worden sein. AFP

Die Hauptverdächtigen in Nigeria sollen festgenommen worden sein.

Rom/KanoDie gescheiterte Befreiung einer italienischen und einer britischen Geisel in Nigeria hat eine diplomatische Krise zwischen den Regierungen in Rom und London ausgelöst. Italiens Präsident Giorgio Napolitano kritisierte die britische Regierung am Freitag heftig dafür, dass sein Land nicht vorab über den von London unterstützten Einsatz informiert wurde. Der britische Außenminister William Hague räumte „Kommunikationsprobleme“ ein.

Die zwei im Mai 2011 verschleppten Ingenieure waren am Donnerstag bei einem von Briten unterstützten Befreiungsversuch der nigerianischen Armee getötet worden. Napolitano nannte das Verhalten der britischen Regierung „unerklärlich“. Sie habe die italienische Seite von der Aktion vorab weder informiert noch sie konsultiert. Der Staatschef forderte eine „Klärung auf politisch-diplomatischer Ebene“.

Der italienische Außenminister Giulio Terzi forderte am Freitagabend von der britischen Regierung, eine Unterrichtung „in den kommenden Stunden“. Am Rande eines Treffens der EU-Außenminister in Kopenhagen sagte der Italiener: „Ich habe detaillierte Informationen gefordert, weil wir das Recht auf größte Klarheit über diesen Vorfall haben.“ Der britische Außenminister Hague räumte ein, es habe „Kommunikationsprobleme“ mit Italien gegeben. Der Grund sei, dass die Entscheidung für den Angriff „sehr schnell“ getroffen werden musste.

Sicherheitsdienste in Nigeria teilten derweil mit, die beiden Hauptverdächtigen der Entführung seien am Dienstag festgenommen worden. Aufgrund der von ihnen gelieferten Informationen habe der Aufenthaltsort der Geiseln ausfindig gemacht werden können und sei angegriffen worden.

Dem nigerianischen Präsidenten Goodluck Jonathan zufolge wurden die beiden entführten Ingenieure während der Militäraktion im nördlichen Bundestaat Sokoto von den Geiselnehmern der islamistischen Sekte Boko Haram getötet. Die Gruppierung kämpft im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias für die Errichtung eines islamischen Gottesstaates.

Die beiden Männer waren am 12. Mai in Birnin Kebbi, der Hauptstadt des nordnigerianischen Bundesstaates Kebbi, verschleppt worden. Die Bundesstaaten Kebbi und Sokoto grenzen an den Niger, wo der nordafrikanische Al-Kaida-Ableger AQMI in den vergangenen Jahren mehrfach Ausländer entführte.

Von

afp

Kommentare (1)

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Liberty

09.03.2012, 22:24 Uhr

Hat das Antisemitische Vatikanfeindliche Deutschland Kontakte in Nigeria?

Shalom i Spiritus Sancti Vatikan,God Bless Barack Obama!!!
"Israel,Vatikan,USA haltet mir das Hakenkreuz-Al-Qaida-Sympathisanten-Dreckdeutsch vom Hals".
Vom Staats-üblichen Schizoid,Schwul,Lug-Betrugs-Antonym betroffen und mit Viren,Poison-Gas attackiert:Ehre gebührt Denen welche Staatliche Verfolgung gnadenlos bekämpfen,wo immer sie auch Stattfindet.Yes,We Can.Never Forget.Never Forgive!!!

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