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22.05.2013

21:34 Uhr

Geldpolitik

Brüderle will Deutschlands Macht im EZB-Rat stärken

FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle fordert mehr deutschen Einfluss auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Sonst laufe Deutschland Gefahr „als Selbstbedienungsladen missbraucht“ zu werden.

Der FDP-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Rainer Brüderle, will mehr deutschen Einfluss bei der EZB. dpa

Der FDP-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Rainer Brüderle, will mehr deutschen Einfluss bei der EZB.

SaarbrückenDer FDP-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Rainer Brüderle, hat sich für einen größeren deutschen Einfluss im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgesprochen. Er halte es nicht für akzeptabel, wenn Deutschland das gleiche Stimmgewicht wie zum Beispiel Malta im EZB-Rat habe, sagte er am Mittwoch bei einem Wirtschaftsdialog der FDP-Bundestagsfraktion in Saarbrücken. Deutschland stehe im Zweifelsfall mit 27 Prozent aller Maßnahmen gerade. Deshalb müsse es eine Anpassung geben, damit das Gewicht starker Notenbanken wie der deutschen anders gewichtet werde.

Es könne nicht sein, dass die Mehrheit der Schuldnerländer den Staatshaushalt der soliden Länder „als Selbstbedienungsladen missbraucht“, sagte Brüderle. Einen „weichen Euro“ lehnte er als „Scheinlösung“ ab. Europa brauche stabiles Geld. Deutschland habe zweimal Inflation, Hyperinflation und Währungsreform erleben müssen. Seine Mitgift für die Architektur Europas sei „hohe Sensibilität für Geldwertstabilität“ und die Unabhängigkeit der Notenbank. „Die Notenpresse darf nicht in die Hände der Politik geraten“, mahnte der FDP-Fraktionschef.

Von

dpa

Kommentare (12)

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nomerkelsteinbrueck

22.05.2013, 21:47 Uhr

Brüderle und Schwesterle und die wilden Kerle mit dem Latexanzug. Was soll´s sind alle Geschichte, sobald die Wahlurnen schließen. ... Verrat verdient kein Erbarmen.

PeterF

22.05.2013, 21:50 Uhr

Bisher hat er alles abgenickt was zur Schwächung des deutschen Einflusses beigetragen hat. Warum sollten wir im dieses mal glauben. Jetzt haben wir endlich eine wirkliche Alternative mit der AfD diesem abscheulichen Treiben in der EZB ein Ende zu setzen.

Euro-Gegner

22.05.2013, 22:01 Uhr

Die AfD zeigt Wirkung.

Durchschaubare Show-Veranstaltung. Nicht mehr glaubhaft.
Die Allparteienregierung hat uns verraten und verkauft.

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