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09.06.2012

13:48 Uhr

Geldpolitik

Neue Funktion für die EZB?

Der Euro macht die Märkte anfälliger für Paniken. Deshalb fordern viele Ökonomen, die EZB zum Geldgeber der letzten Instanz zu machen. Doch diese Aufgabe ist mit dem aktuellen Mandat der EZB nicht vereinbar:

Kann die EZB zur Retterin werden? dpa

Kann die EZB zur Retterin werden?

Seit dem 19. Jahrhundert ist es ein zentraler Grundsatz der Geldpolitik: Notenbanken sind der "Geldgeber der letzten Instanz" für private Banken - um zu vermeiden, dass eine Panik gesunde Geldinstitute in den Abgrund reißt.
Sollte die EZB eine ähnliche Funktion für Regierungen übernehmen? Einige Ökonomen machen sich dafür stark. Denn der Euro mache die Märkte für Staatsanleihen anfälliger für Paniken, weil sich die Euro-Länder in einer
Währung verschulden, die sie nicht selbst drucken können. Daher können sie nicht garantieren, dass sie zumindest den Nennwert der Schulden zurückzahlen. Dadurch könne es ähnlich wie bei einem Bankensturm zu sich selbst verstärkenden Abwärtsspiralen kommen. Eine lokale Krise kann schnell auf andere Länder übergreifen, wenn Investoren in Panik aus Staatsanleihen flüchten. Auch solvente Länder können dann Probleme bekommen.
Würde die EZB im Fall der Fälle als "Käufer der letzten Instanz" für Staatsanleihen agieren, könnte dieser Teufelskreis vermieden werden, argumentieren diese Ökonomen. Wahrscheinlich würde schon die glaubhafte Ankündigung die Märkte beruhigen.

Mit dem derzeitigen Mandat der EZB wäre so eine Politik aber nicht vereinbar. Die Notenbank hat den Auftrag, die Inflation zu bekämpfen - Staatshaushalte zu finanzieren ist ihr ausdrücklich verboten. Würde sie diesen Grundsatz über Bord werfen, dann wäre die Traditionslinie zur Bundesbank endgültig abgeschnitten. Die EZB geriete außerdem in Interessenkonflikte, wenn sie einen großen Teil der europäischen Staatsanleihen hielte. Denn jedes Mal, wenn sie die Leitzinsen erhöhte, würde sie automatisch den Wert ihres Anleihen-Portfolios schmälern. Das könnte ihre Entschlossenheit bei der Inflationsbekämpfung aufweichen.

Von

ost

Kommentare (9)

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MassivereProblemeAlsInflation

09.06.2012, 14:01 Uhr

Wenn in Frankfurt korrupte Polizei und Justiz am Werke sind ist das durchaus ein Kritereium für die Standortfrage.

Der_______________VonStalingrad

09.06.2012, 14:06 Uhr

Eien Straße Weiter vom Neubau sidn anscheined Schutzgeldbanden akztiv weil so viel Glasbruch an Schufenstern der lokalen Wirtschaft vom Handyladen über denSupermarkt habe ich noch nicht in so kurezen Zeiträumen auf einmal gesehen.

Ich tippe auf von der Reikianer-Sekte (sowas wie Scientlogy, nucr Joehova artig, also chrisltich) die hier im Umfeld aktiv ist auf die Verbindung zur Rockermafia.
Und nciht zu vergessen die Drogenverkaufenden meist Balkan-Araber.

Onkel R-O-ssi vom "nicht aus Stalingrad"!

Oeconomicus

09.06.2012, 14:19 Uhr

".. Denn der Euro mache die Märkte für Staatsanleihen anfälliger für Paniken, weil sich die Euro-Länder in einer
Währung verschulden, die sie nicht selbst drucken können. Daher können sie nicht garantieren, dass sie zumindest den Nennwert der Schulden zurückzahlen. Dadurch könne es ähnlich wie bei einem Bankensturm zu sich selbst verstärkenden Abwärtsspiralen kommen."

Welch fulminante Erkenntnis!
Just go back to square one, mit anderen Worten zurück zu den Ausgangswährungen und der damit ohne Not verschenkten Währungs-Souveränität.

Manchmal können Dinge wirklich einfach sein, sofern man liebgewonnene Glaubensbekenntnisse ernsthaft hinterfragt!

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