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28.08.2014

01:50 Uhr

"Gelenkte Gegenoffensive"

USA entdecken russische Panzer in der Ukraine

Russland bleibt bei seiner Behauptung, es schicke Hilfskonvois in die Ukraine. Doch die USA berichten von Panzerkolonnen. Unterdessen fordern Demonstranten in Kiew Verstärkung für eingekesselte ukrainische Soldaten.

Die Hoffnung auf eine Waffenruhe in der Ukraine hat sich zerschlagen: Eine Schule in Donezk brennt nach einem Raketeneinschlag. AFP

Die Hoffnung auf eine Waffenruhe in der Ukraine hat sich zerschlagen: Eine Schule in Donezk brennt nach einem Raketeneinschlag.

Kiew/Washington/BrüsselHunderte Demonstranten haben am Mittwoch vor dem Sitz des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko Verstärkung für im Osten des Landes eingekesselte Soldaten gefordert. Konkret verlangten sie, den in der Stadt Ilowajsk von prorussischen Separatisten belagerten ukrainischen Soldaten Unterstützung zu schicken, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete. "Präsident, rette die Patrioten", war etwa auf einem Transparent zu lesen.

Ilowajsk liegt etwa 20 Kilometer von der Separatistenhochburg Donezk entfernt. In der Stadt sind Soldaten der ukrainischen Armee, vor allem solche, die sich freiwillig zum Dienst gemeldet hatten, seit mehr als einer Woche eingeschlossen. In sozialen Onlinenetzwerken berichten sie seit Tagen von ihrer kritischen Lage und fordern militärische Verstärkung.

In Donezk selbst stand am Mittwochabend eine Schule in Flammen, wie Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Das Gebäude im Südosten der wurde von Geschossen getroffen. Ganz in der Nähe der Scvhule brannte zudem ein ebenfalls getroffener Kleinlastwagen. Tote oder Verletzte waren nicht zu sehen. Ein Vertreter der Separatisten sprach aber von drei Verletzten.

Unterdessen berichtet die US-Regierung, Russland habe weitere Panzerkolonnen, gepanzerte Fahrzeuge und Raketenwerfer in die Ukraine geschickt. Russische Truppen seien 50 Kilometer hinter der Grenze auf ukrainischem Boden entdeckt worden, ohne dass Details des Einsatzes bekannt wären, teilte das Außenministerium am Mittwoch in Washington mit.

Die USA warfen Russland vor, offenbar eine Gegenoffensive der Rebellen in der Ostukraine zu "lenken". Außenamtssprecherin Jen Psaki begründete diese Einschätzung am Mittwoch in Washington unter anderem mit dem Eindringen russischer Soldaten in das Nachbarland. "Dieses Eindringen deutet darauf hin, dass es offenbar eine von Russland gelenkte Gegenoffensive in Donezk und Lugansk gibt."

Die USA seien durch diese Entwicklung "tief beunruhigt". Psaki warf Moskau zudem vor, "nicht die Wahrheit sagen zu wollen, selbst nachdem russische Soldaten 30 Meilen (48 Kilometer) tief in der Ukraine entdeckt wurden".

Kommentare (22)

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Herr Horst Ehm

28.08.2014, 07:53 Uhr

Täglich grüßt das Murmeltier. Halten uns die Natooberen denn für so blöd, dass wir den ganzen Lügenschmus der Amerikaner seit 2001 überhaupt noch ernst nehmen? Es ist mir unerklärlich, wie auf solchen Aussagen Schlagzeilen in seriösen Zeitungen entstehen können. Es geht wohl nach dem Prinzip: Steter Tropfen höhlt den Stein: Aber sowas hat vor 30 Jahren vielleicht noch geklappt. Heute doch nicht mehr.

Herr Ernst Schrott

28.08.2014, 08:03 Uhr

Wollen Sie damit behaupten dass die netten Russen etwa nichts mit dem Krieg zu tun haben?

Herr Rene Schädlich

28.08.2014, 08:24 Uhr

Ich stimme voll und ganz zu, was ist das für eine Menschenverdummung? Seriöse Berichterstattung findet nicht mehr statt! Zum Glück kann man auch mal auf der anderen Seite lesen. http://de.ria.ru/

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