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10.10.2013

19:42 Uhr

Gemeinsame Brigade

Frankreich dementiert Soldaten-Abzug aus Deutschland

Die Deutsch-Französische Brigade gilt als wichtiges Symbol für die Zusammenarbeit beider Länder. Laut Medienberichten könnte das Infanterieregiment in Donaueschingen abziehen – Frankreich dementiert.

Soldaten der deutsch-französischen Brigade im September 2009 in Donaueschingen: „Die Auflösung des 110. Infanterieregiments käme der Auflösung der Deutsch-Französischen Brigade gleich.“ dpa

Soldaten der deutsch-französischen Brigade im September 2009 in Donaueschingen: „Die Auflösung des 110. Infanterieregiments käme der Auflösung der Deutsch-Französischen Brigade gleich.“

ParisDie Regierung in Paris hat einen Zeitungsbericht dementiert, wonach die Zukunft der deutsch-französischen Brigade wegen Einsparungen im französischen Verteidigungsbudget auf dem Spiel steht. Das im baden-württembergischen Donaueschingen stationierte französische 110. Infanterieregiment sei vom geplanten Umbau der Streitkräfte nicht betroffen, versicherte das Verteidigungsministerium am Donnerstag.

Die französische Tageszeitung „Le Figaro“ hatte geschrieben, das Regiment könnte im Sommer 2014 aufgelöst werden – nach den französischen Kommunalwahlen im März.

Das Regiment ist wichtiger Teil der deutsch-französischen Brigade. Seine Auflösung würde einer Auflösung der ganzen Brigade gleichkommen, zitierte die Zeitung einen französischen Offizier. Die 1987 unter dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl und Frankreichs Präsident François Mitterrand vereinbarte und zwei Jahre später gegründete Brigade gilt als wichtiges Symbol der Aussöhnung und Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern. Ihr gehören insgesamt rund 5000 deutsche und französische Soldaten an, die in beiden Ländern stationiert sind.

„Wir fühlen uns der deutsch-französischen Brigade zutiefst verbunden“, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Paris. Sie werde „in enger Abstimmung mit den Deutschen geführt. Und was auch passiert, jede Änderung wird immer im Einvernehmen mit den Deutschen geschehen.“

Das Bundesverteidigungsministerium hatte zuvor auf Anfrage erklärt, es gebe noch keine abschließende Position der französischen Seite. „Wir sind im Gespräch, unsere Position ist der französischen Seite klar“, sagte ein Ministeriumssprecher. Deutschland will die Brigade erhalten.

Kommentare (25)

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Account gelöscht!

10.10.2013, 14:10 Uhr

Nur nebenbei bemerkt. Der nett lächelnde US Soldat ist Robert Bales. Er hat in Afghanistan ein Massaker angerichtet und 16 wehrlose Zivilisten getötet.

Langsam glaube ich wirklich, dass hier Praktikanten am Werk sind.

Account gelöscht!

10.10.2013, 15:20 Uhr

Hinter dem Pseudonym W.Fischer verbirgt sich der Donaueschinger Günter Oettinger.

scharfschuetze

10.10.2013, 15:26 Uhr

Sehr sinnvoll, dieses Symbolkonstrukt abzuschaffen.
Gebracht hat es garantiert nichts.
Aber wieso aus Kostengründen? Sicher hat doch Deutschland dafür BEZAHLT, daß diese Truppen hier stationiert waren. Da spart doch der Franzos nichts.
Oder müssen wir den Franzosen jetzt eine Entschädigung bezahlen?

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